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FBI ermittelt wegen Behinderung der US-Wahl

08. Nov 2006 00:38
Bush vor seinem Wahllokal
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Die Wahl zum US-Kongress ist von Problemen begleitet: Ärger bereiten Touchscreens, Stromausfälle und lange Wartezeiten. In Pennsylvania ging ein Mann mit einem Briefbeschwerer auf eine Wahlmaschine los.

Thema: US-Kongresswahl
Das FBI ermittelt im hart umkämpften Staat Virginia wegen Versuchen, Wähler vor der Stimmabgabe einzuschüchtern. Es gebe Meldungen über Telefonanrufe, mit denen Wähler von der Stimmabgabe ferngehalten oder zu falschen Wahllokal geleitet werden sollten, teilte die staatliche Wahlkommission mit. In Virginia lieferten sich der republikanische Senator George Allen und sein demokratischer Herausforderer Jim Webb ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Aus zahlreichen US-Staaten meldeten Wahlbüros Probleme bei der Stimmabgabe. Den meisten Ärger bereiteten neue Wahlmaschinen mit Touchscreens und ihre Software. In vielen Wahllokalen müssten die Bürger lange anstehen und dann dennoch ihre Stimmen auf Papier abgeben.

Hintergrund:
In Colorado kündigten die Demokraten an, sie wollten um verlängerte Öffnungszeiten der Wahllokale bitten, weil es wegen Computerproblemen zu langen Wartezeiten gekommen sei. Ein demokratischer Kandidat habe eine Stunde und 40 Minuten anstehen müssen. In einigen Wahllokalen in Denver fiel zeitweise der Strom aus.

Computer und Datensätze

In Cleveland schafften es Helfer erst zehn Minuten nach Öffnung der Wahllokale, die Maschinen korrekt zu starten. In einem Bezirk in Pennsylvania mussten die Wähler wegen eines Programmierfehlers wieder Stimmzettel ausfüllen. Kleinere Probleme wurden auch aus Florida und Utah gemeldet. In Allentown in Pennsylvania nahm die Polizei einen Mann fest, der eine Wahlmaschine mit einem Briefbeschwerer demolierte.

Insgesamt konnten mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme elektronisch, also an einem Wahlcomputer, abgeben. Hinzu kam, dass seit dem Chaos nach der Präsidentenwahl im Jahr 2000 neue Datensätze für die Registrierung der Wähler und neue Vorschriften zur Identifikation im Wahllokal geschaffen wurden.

Schon vor der Kongresswahl hatten Bürgerrechtsorganisationen daher vor Problemen gewarnt. Die Betreiberfirmen der Wahlmaschinen erklärten jedoch, es habe nur vereinzelt Schwierigkeiten gegeben, die auf falsche Bedienung zurückzuführen seien. (nz)

 
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