netzeitung.deGeorgien lässt russische Flugzeuge nicht landen

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Leerer Flughafen nach Verkehrsblockade in Georgien (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Leerer Flughafen nach Verkehrsblockade in Georgien
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Seit der Verkehrsblockade Russlands landen nur noch Fracht-Maschinen mit Ausgewiesenen in Georgien. Das hat der georgische Präsident nun verboten - und pocht auf eine menschenwürdigere Behandlung seiner Bürger.

Russische Frachtflugzeuge mit deportierten Georgiern dürfen nicht mehr in Georgien landen. Das ordnete Präsident Michail Saakaschwili am Montag an. «Wir tun alles, damit die Rechte unserer Bürger nicht verletzt werden», sagt er dem Fernsehsender Rustawi-2.

Er verlangte, dass die Deportierten in Passagierflugzeugen transportiert werden. Moskau hatte in der vergangenen Woche alle Flüge von Russland nach Georgien untersagt. Eine Ausnahme besteht nur für Regierungsmaschinen, die ausgewiesene Georgier in ihre Heimat bringen oder Russen aus Georgien ausfliegen.

Mit der Blockade hatte die russische Regierung auf die Festnahme von vier russischen Offizieren in Georgien reagiert. Diesen war Spionage vorgeworfen worden. Auch die zunehmende Ausweisung von Georgiern, die keine Aufenthaltsgenehmigung besitzen, ist Teil der Reaktion Moskaus auf die Festnahmen. Allein am Montag sollten 150 Georgier nach Tiflis geflogen werden.

Saakaschwili erwägt nach eigenen Angaben, Russland deshalb vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu verklagen. Er betonte aber, Georgien sei immer gesprächsbereit und offen für einen Dialog. (nz)