06.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Javier Solana
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EU-Chefdiplomat Solana setzt weiter auf Verhandlungen mit dem Iran im Atomstreit. Die Tür bleibe geöffnet, sagte er vor Beginn neuer Gespräche mit den UN-Vetomächten und Deutschland.
Die Europäische Union hält eine Lösung des Atomstreits mit dem Iran am Verhandlungstisch weiterhin für möglich. «Die Tür für Gespräche ist und bleibt geöffnet», sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana am Freitagmorgen in Paris.
«Wir haben endlose Stunden verhandelt», sagte Solana. Beim zentralen Punkt, dem Stopp der Urananreicherung, sei allerdings keine Einigung erzielt worden. Dennoch halte er eine diplomatische Lösung für die einzig vertretbare.
Die fünf UN-Veto-Mächte und Deutschland wollten sich im Laufe des Tages in London treffen, um über das weitere Vorgehen im Konflikt zu beraten. Dabei sollte auch eine Einleitung von Sanktionen diskutiert werden.
Großbritannien dringt auf SanktionenNach den bislang weitgehend ergebnislosen Gesprächen des EU-Chefdiplomaten Solana mit dem iranischen Unterhändler Ali Laridschani forderte der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry am Donnerstag ein härteres Vorgehen gegen die Führung in Teheran.
Er erwarte, dass der Sicherheitsrat in der kommenden Woche über eine Resolution mit Sanktionen berate, sagte Jones Parry. Denn Iran habe Land die Urananreicherung nicht wie gefordert ausgesetzt.
An dem Treffen der UN-Vetomächte USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China sowie Deutschlands in London nehmen ranghohe Regierungsvertreter teil. Unter ihnen sind US-Außenministerin Condoleezza Rice, ihre britische Kollegin Margaret Beckett und der französische Ressortchef Philippe Douste-Blazy. (nz)