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Nordkoreas Regierung kündigt Atomtest an

03. Okt 2006 11:26, ergänzt 15:31
Nordkoreas Diktaor Kim Jong Il, rechts
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Nordkorea will einen Atomtest durchführen. Wegen des Drucks der USA sei Pjöngjang «dazu gezwungen». Zugleich gab die Regierung bekannt, ihr eigentlicher Wille sei Frieden und die weltweiten nuklearen Abrüstung.

Nordkorea wird nach Angaben des Außenministeriums einen Atomtest durchführen. Dies sei Teil der Anstrengungen zur Verbesserung der Selbstverteidigung, hieß es in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung. Wegen der Sanktionen und des Drucks der USA, die «täglich mehr mit einem Atomkrieg drohten», sei Pjöngjang zu diesem Schritt gezwungen.

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Die nordkoreanische Regierung hatte bereits zuvor erklärt, dass sie im Besitz von Atomwaffen ist, bislang hat sie aber keinen Test durchgeführt, um diese Behauptung zu untermauern. In der neuen Erklärung versichete die Regierung, das Land würde niemals zuerst Atomwaffen einsetzen. Ein Zeitpunkt für den Test wurde nicht genannt. Außerdem wolle Pjöngjang am Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel festhalten und sich weltweit «für die nukleare Abrüstung und die Abschaffung von Atomwaffen» engagieren.

Die politische Führung Nordkoreas ist wiederholt mit drastischen Erklärungen an die Öffentlichkeit gegangen. Im August hatte Nordkorea Südkorea die Verletzung des Waffenstillstands vorgeworfen und mit einem Militärschlag gedroht. Die Regierung nannte ein gemeinsames Manöver Südkoreas mit den USA eine «kriegerische Aktion». Die Armee behalte sich daher vor, einen «Präventivschlag zur Selbstverteidigung» durchzuführen. Nach dieser Erklärung hatten Beobachter es bereits für möglich gehalten, dass Nordkorea einen Atomwaffenversuch vorbereitet.

Der japanische Außenminister Taro Aso nannte die Drohungen «absolut unentschuldbar», berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. «Unsere Antwort darauf wird streng ein. Dieser Fall ist ernster zu nehmen als die Drohungen mit Raketen», sagte er. Sollte Nordkorea erfolgreich eine Atombombe testen, würde der Druck auf Japan und Südkorea wachsen, ihre eigene Atommacht auszubauen. (nz)

 
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