netzeitung.deBrandanschlag der Eta in Spanien

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Die Eta hat die knapp sechs Monate währende Waffenruhe gebrochen. Im Baskenland verübte die Untergrundorganisation mehrere Brandanschläge.

Knapp ein halbes Jahr nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die Eta haben vermutlich Anhänger der baskischen Untergrundorganisation mehrere Brandanschläge in Nordspanien verübt.

Laut Presseberichten wurde niemand verletzt. Eine Gruppe von Vermummten setzte im baskischen Barakaldo einen Linienbus in Brand. Die Angreifer hatten die Fahrerin zuvor zum Aussteigen gezwungen.

Anhänger der Separatistenorganisation warfen weitere Brandsätze auf einen Zug in Bilbao und auf ein Gerichtsgebäude in Tafalla. Außerdem setzten sie Geldautomaten in mehreren Städten in Brand.

Vergangene Woche hatte die spanische Regierung angekündigt, sich im kommenden Monat zu Gesprächen mit der Eta zu treffen. Beobachter vermuten, dass die Eta mit den Anschlägen Druck auf Madrid ausüben will. Am Sonntag hatten im Baskenland Tausende für Hafterleichterungen für verurteilte Eta-Terroristen demonstriert.

Die Eta fordert einen separaten Baskenstaat. Ein Mitglied der Organisation sagte der spanischen Zeitung «Gara» am Freitag, der Friedensprozess stecke in einer Sackgasse. (nz)