Italienische Nonne in Somalia getötet
17.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Wie es weiter hieß, drangen zwei bewaffnete Männer in das SOS-Krankenhaus ein, in dem die 65-Jährige Schwester Leonella als Krankenschwester arbeitete. Sie sollen die Frau mehrfach in den Rücken geschossen und ihren somalischen Leibwächter getötet haben. Beide Täter konnten von den Milizen gefasst werden, die Mogadischu kontrollieren.
Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sprach von einer schrecklichen Tat. Offenbar gebe es einen Zusammenhang «zur aktuellen Lage», sagte auch er. Der Vatikan beobachte «mit Sorge die Folgen dieser Welle des Hasses».
Seit der Machtübernahme der Islamisten im Mai hatte sich die Sicherheitslage in Mogadischu deutlich verbessert - im Vergleich zu anderen Ländern der Welt ist Somalia, das seit langer Zeit keine funktionierende Zentralregierung besitzt, dennoch gefährlich. In Mogadischu sind so gut wie keine internationalen Hilfsorganisationen tätig. UN-Personal darf die Stadt nur in Ausnahmefällen betreten. Im Juni hatten Unbekannte einen schwedischen Kameramann erschossen. (nz)

