netzeitung.deVenezuela will US-Vorherrschaft brechen

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Chavez will in den Sicherheitsrat (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Chavez will in den Sicherheitsrat
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Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat hochfliegende Pläne: Die Blockfreien-Bewegung soll sein Land in den UN-Sicherheitsrat katapultieren.

Venezuela will die Bewegung der Blockfreien nutzen, um die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten in der Welt zu brechen. Mit der Präsidentschaft Kubas in der Bewegung sei ein historischer Zeitpunkt gekommen, wieder eine multipolare Welt zu schaffen, mit einem Gleichgewicht der Kräfte, sagte der venezolanische Außenminister Nicolas Maduro der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina: «Wir werden die Hegemonie des nordamerikanischen Imperialismus in den nächsten Jahren brechen.»

Venezuelas Präsident Hugo Chavez strebt einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an und hofft dabei auf zahlreiche Stimmen aus den Reihen der Blockfreien, die sich in diesen Tagen in Havanna zu ihrem XIV. Gipfeltreffen versammelt haben. Durch die neuen Mitglieder - die Karibik-Staaten Haiti sowie St. Kitts und Nevis - werden der Staatenorganisation, die hauptsächlich in der Dritten Welt verankert ist, künftig 118 Länder angehören.

Mehrheit ungewiss
Die Außenminister der Bewegung berieten am Mittwoch und Donnerstag über die von Kuba vorgelegten Abschlussdokumente, die am Samstag von den Staats- und Regierungschefs unterzeichnet werden sollen. Darin werden vor allem die USA wegen der Kriege im Nahen Osten kritisiert. Kubas Vizepräsident Carlos Lage warb zu Beginn der Beratungen der Minister für eine Verurteilung Washingtons. Ungerechtigkeit und Ungleichheit - verursacht durch den Neoliberalismus der USA - seien schuld am Terrorismus. Washington habe die Welt mit einer echten Diktatur durch Krieg und mit Wirtschaftsmacht überzogen.

Nach mexikanischen Medienberichten war bis Donnerstagnachmittag nicht klar, ob Kuba und Venezuela eine Mehrheit für die harsche Kritik an den USA zusammenbringen. An der Konferenz nehmen auch mit Washington befreundete Staaten wie Indien und Pakistan teil. Am Donnerstag trafen zahlreiche Staats- und Regierungschefs in Havanna ein, unter anderem der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und der venezolanische Staatschef Hugo Chavez.

Zu den Beobachtern der Konferenz gehört zum ersten Mal auch Argentinien, dessen Delegierter, der Schriftsteller Miguel Bonasso, am Mittwoch von dem erkrankten kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro in dessen Krankenzimmer empfangen wurde. (nz)