netzeitung.deAuch bei Annan bleibt Iran kompromisslos

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Ahmadinedschad und Annan (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ahmadinedschad und Annan
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

UN-Generalsekretär Annan konnte bei seinem Besuch in Teheran keine Fortschritte im Atomkonflikt erreichen. Er setzt jetzt auf Chefdiplomat Solana - und rät zur Geduld. Thema: Atomstreit mit Iran Merkel will Druck auf Iran erhöhen Iran unterstützt UN-Resolution zu Nahost Annan rät von Sanktionen gegen Iran ab Außenpolitiker setzen auf Verhandlung mit Iran

Trotz aller diplomatischen Bemühungen ist im Atomstreit mit Iran weiterhin keine Lösung in Sicht. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte nach Gesprächen mit der iranischen Führung am Sonntag, er hoffe auf einen Durchbruch bei einem Besuch von EU-Chefdiplomat Javier Solana in dieser Woche.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad habe sich zwar für weitere Verhandlungen ausgesprochen, einen Stopp der umstrittenen Urananreicherung als Vorbedingung für Gespräche jedoch erneut abgelehnt, sagte Annan. Am Abend bekräftigte auch der iranische Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Ashgar Soltanieh, sein Land sei zwar bereit für Verhandlungen. Es dürfe aber keine Vorbedingungen geben, sagte er dem US-Nachrichtensender CNN.

Sanktionen nicht wirksam
Annan forderte neue Anstrengungen, um den Streit durch Verhandlungen beizulegen. Teheran hatte die vom Weltsicherheitsrat gesetzte Frist, bis zum 31. August seine Urananreicherung einzustellen, verstreichen lassen. In New York haben Beratungen über Sanktionen begonnen.

In einem Interview der französischen Tageszeitung «Le Monde» hatte Annan angedeutet, dass er nicht an die Wirksamkeit von Sanktionen gegen Teheran glaubt. «Es gibt Augenblicke, wo ein wenig Geduld sehr viel ausrichtet», sagte Annan. Geduld sei eine Qualität, die häufiger eingesetzt werden sollte. «Ich glaube nicht, dass Sanktionen die Lösungen zu allen Problemen sind.» (nz)