Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Iran lehnt im Atomstreit UN-Offerte endgültig ab

29. Aug 2006 16:25, ergänzt 16:54
Mahmud Ahmandinedschad
Bild vergrößern
Zum Ablauf einer selbst gesetzten Frist hat Irans Staatschef Ahmadinedschad bekräftigt, dass sein Land die Urananreicherung nicht aufgibt. Damit hat eine diplomatische Lösung des Atomstreits kaum noch eine Chance.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad lehnt die vom Weltsicherheitsrat geforderte Einstellung der umstrittenen Urananreicherung ab. «Wir werden uns Drohungen und Ultimaten nicht beugen», sagte Ahmadinedschad in Teheran. «Der Weltsicherheitsrat sollte vom Westen nicht instrumentalisiert werden.« Selbst wenn UN-Generalsekretär Kofi Annan ihn bei seinem bevostehenden Besuch in Teheran um das Aussetzen des Atomprogramms bitten sollte, werde er nicht von seiner Position abrücken.

Mehr in der Netzeitung:
Der iranische Präsident betonte abermals das Recht seines Landes auf eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie. Das höchste UN-Gremium hat die Regierung in Teheran ultimativ aufgerufen, bis zum Monatsende die Urananreicherung auszusetzen. Eine zivile Nutzung der Atomkraft steht zwar jedem Land zu, jedoch steht Iran international unter Verdacht, seine Forschungen nicht nur zu friedlichen Zwecken voranzutreiben. Das internationale Misstrauen nahm zu, als Iran Kontrolleure der internationalen Atomenergieagentur auswies.

Für den Fall, dass Iran auf jegliche Urananreicherung verzichte, hatte hatten die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland dem Iran wirtschaftliche und technische Kooperation der westlichen Staatengemeinschaft angeboten. Im Falle einer Ablehnung drohten sie mit Sanktionen. Die Antwort auf das von EU-Außenbeauftragten Javier Solana überbrachte Angebot sollte Iran bereits vor Wochen geben. Die Regierung in Teheran setzte sich jedoch selbst eine Frist bis Ende August, die Uno verlangte ultimativ einen Verzicht auf die Uran-Anreicherung bis Ende August.

Vorangegangene Versuche, Sanktionen im UN-Sicherheitsrat zu erwirken, scheiterten immer wieder am Widerstand Russlands und Chinas, beide wichtige Handelspartner Irans. (nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Iraker Mädchen unter Verdacht: 
Teenagerin bringt Sprengstoffgürtel zur Polizei
Einigung mit Wenn und Aber: 
US-Truppenabzug aus Irak bis 2011 vereinbart
 
Reaktion auf die Finanzkrise: 
EU will Rettungs-Regeln für Pleite-Banken
Vorbild US-Milliardenpaket: 
Niederlande schlagen Europa-Rettungsfonds vor
 
Bundeswehreinsatz im Inland: 
Widerstand gegen Bundes-Marschbefehl
 
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.