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Iran feuert U-Boot-Rakete ab

27. Aug 2006 17:13
Mahmud Ahmadinedschad
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Während die Verhandlungen im Atomstreit feststecken, schafft der Iran Fakten. Innerhalb von zwei Tagen erprobt er Technologien, die den Westen provozieren könnten.

Der Iran hat am Sonntag im Persischen Golf erstmals von einem getauchten U-Boot eine Rakete abgefeuert. In einem kurzen Video war zu sehen, wie die Rakete aus dem Wasser aufstieg und ein Ziel auf dem Wasser in etwa einen Kilometer Entfernung traf.

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Marinekommandeur General Sadschdschad Kutschaki sprach im Fernsehen vom erfolgreichen Test einer Hochgeschwindigkeitsrakete, die vom Radar nicht erfasst werden könne. Sie trägt den Namen «Thakeb», was Saturn heißt.

Die jüngsten Manöver der iranischen Streitkräfte begannen am 19. August. Der Iran hält seit zwei Jahrzehnten regelmäßig Militärübungen ab, um neue Waffen wie Raketen und Flugzeuge zu testen.

Das Manöver soll auch die Kampfbereitschaft der Streitkräfte demonstrieren. Das Land verfügt unter anderem über Raketen, die Israel erreichen können. Israel hatte zuvor damit gedroht, die iranischen Atomanlagen notfalls zu zerstören, sollte es keine Einigung im Atomstreit mit der Uno geben.

Neuer Reaktor eingeweiht

Nur fünf Tage vor Ablauf des UN-Ultimatums zum Stopp der Urananreicherung im Iran hatte das Land einen weiteren Schritt zum Ausbau seines umstrittenen Atomprogramms unternommen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad weihte am Samstag in Arak eine Anlage zur Herstellung von so genanntem Schweren Wasser ein. Schweres Wasser wird in speziellen Schwerwasserreaktoren eingesetzt, bei denen Plutonium als Abfallprodukt anfällt. Dieses kann zum Bau von Atomwaffen verwendet werden. Nach offiziellen iranischen Angaben dient die Anlage vor allem medizinischen Zwecken.

Ahmadinedschad sagte bei der Einweihung der Anlage, das Atomprogramm seines Landes diene friedlichen Zwecken. Es sei gegen kein Land, «auch nicht gegen das zionistische Regime» in Israel gerichtet. Der Westen hatte dem Iran zuvor die Lieferung von Leichtwassereaktoren angeboten, bei deren Betrieb Plutonium nur schwer zu gewinnen ist.

Der Vizechef der iranischen Atomorganisation, Mohammad Saidi, sagte am Sonntag, Teheran brauche sowohl Schwer- als auch Leichtwasserreaktoren. (nz)

 
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