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Iran weiht umstrittenen Reaktor ein

26. Aug 2006 11:59
Iranische Atomforscher
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Der Iran baut trotz der internationalen Kritik sein Atomprogramm weiter aus. Präsident Ahmadinedschad feierte die Einweihung eines Reaktors, dessen Abfallprodukt zum Bau von Atomwaffen dienen kann.

Der Iran hat am Samstag einen weiteren Schritt zum Ausbau seines Atomprogramms unternommen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad weihte in der Nähe von Arak, 230 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Teheran, eine Anlage zur Herstellung von so genanntem Schwerwasser ein. In Schwerwasser-Reaktoren fällt Plutonium als Abfallprodukt an, das zum Bau von Atomwaffen verwendet werden kann.

Außenministeriums- Sprecher Hamid-Resa Assefi sagte, die Anlage falle unter das internatonal anerkannte Recht des Landes, Nukleartechnologie zu entwickeln. Der Westen hatte dem Iran als Kompromissangebot im Atomstreit die Lieferung von Leichtwasser-Reaktoren angeboten, bei deren Betrieb Plutonium nur schwer zu gewinnen ist.

Laut der Internationalen Atomenergie- Behörde IAEA gibt es in Arak bereits einen kleinen Schwerwasser-Forschungsreaktor. Diesen hätten IAEA-Kontrolleure am 22. April inspiziert. Die IAEA stellte dabei Arbeiten zum Ausbau der Anlage zu einem großen Reaktor fest.

Am 31. August läuft ein Ultimatum des Weltsicherheitsrats aus. Bis zu diesem Tag soll der Iran auf eine eigene Urananreicherung verzichten. (nz)

 
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