18.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Kundgebung von Eta-Sympathisanten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die baskische Eta hat die Politik der spanischen Zentralregierung scharf kritisiert. Wenn diese ihre «Repression» fortsetze, werde die Eta darauf reagieren.
Die baskische Untergrund-Bewegung Eta hat angedeutet, den vor fünf Monate geschlossenen Waffenstillstand brechen zu wollen. In einem am Freitag in der baskischen Zeitung «Gara» veröffentlichen Kommuniqué wirft die Eta der spanischen Regierung eine «Politik der Repression» vor.
Sollte Madrid die «Angriffe» fortsetze, werde die Eta diese «beantworten», heißt es. Die Organisation bezog sich damit vermutlich auf die Festnahmen möglicher Eta-Mitglieder in den vergangenen Wochen sowie auf das Verbot von Kundgebungen der illegalen Partei Batasuna (Einheit), die als der politische Arm der ETA gilt.
«Der Friedensprozess im Baskenland befindet sich in einer Sackgasse», heißt es in der Erklärung. Die spanischen Sozialisten (PSOE) von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wollten diesen Prozess zum eigenen Vorteil zu nutzen.
Die Eta tritt für die Schaffung eines unabhängigen baskischen Staates ein. Bei Anschlägen der Organisation waren von 1968 bis 2003 über 800 Menschen getötet worden. Im März dieses Jahres machte die Eta mit der Erklärung einer «dauerhaften Waffenruhe» den Weg für Verhandlungen mit der Madrider Regierung frei. (nz)