netzeitung.deCIA-Mann soll Häftling zu Tode gepeinigt haben

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In den USA muss sich ein CIA-Mitarbeiter wegen schwerer Misshandlung eines Terrorverdächtigen vor Gericht verantworten. Er soll den Afghanen so schlimm geschlagen haben, dass dieser wenig später starb.

Wegen Misshandlung mit Todesfolge steht im US-Bundesstaat North Carolina ein CIA-Mitarbeiter vor Gericht. Der 40-jährige David Passaro soll im Juni 2003 den afghanischen Häftling Abdul Wali bei einem Verhör so brutal geschlagen haben, dass er zwei Tage später starb. Das zitierte die Regionalzeitung «News Observer» am Dienstag aus der Anklageschrift.

Mit Passaro muss sich zum ersten Mal ein Zivilist wegen Misshandlungen von Gefangenen in den Kriegen in Afghanistan oder dem Irak verantworten. Der Staatsanwalt schilderte zu Behandlungsbeginn, Abdul Wali sei bei den Verhören so übel zugerichtet worden, dass er seine Bewacher angefleht habe, ihn zu erschießen.

Die Verteidiger Passaros hielten dagegen, die Vernehmung des Afghanen sei wegen des Verdachts auf Teilnahme an einem Raketenangriff auf einen US-Militärstützpunkt notwendig gewesen. Sie mussten zu Prozessbeginn eine Niederlage einstecken: Bezirksrichter Terence Boyle wies das Gesuch zurück, den ehemaligen CIA-Direktor George Tenet und andere hohe Beamte der Regierung wegen der zugelassenen Verhörmethoden beim CIA als Zeugen vor Gericht zu zitieren. (nz)