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Deutscher Häftling im Iran stark abgemagert

03. Aug 2006 13:16
Der deutsche Hochseeangler Donald Klein
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Dem im Iran inhaftierten deutschen Angler geht es offenbar immer schlechter. Klein sei «bis aufs Skelett abgemagert», sagte ein französischer Mitgefangener.

Der Zustand des seit neun Monaten in iranischer Haft sitzenden Deutschen Donald Klein hat sich nach Angaben eines Mitgefangenen weiter verschlechtert.

«Er ist bis aufs Skelett abgemagert, raucht und hustet die ganze Zeit», sagte Stéphane Lherbier der französischen Zeitung «Le Figaro». Der 52-jährige Deutsche denke permanent an Selbstmord, so der Franzose.

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Die beiden Europäer sitzen seit Ende November in einer 16-Mann-Zelle des Teheraner Evin-Gefängnisses. Sie waren beim Hochseeangeln in iranische Gewässer geraten und zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

Franzose nahm 18 Kilo ab

Lherbier erhielt nach dem Verbüßen der Hälfte seiner Strafe fünf Tage Freigang. Am Dienstag konnte er seine Frau und seine zweijährigen Tochter treffen. Der 33-Jährige habe während der Haft bereits 18 Kilogramm abgenommen und sei von den Strapazen gezeichnet, berichtet das Blatt.

Über den Zustand Kleins sei er sehr beunruhigt, sagte er der Zeitung. Eine Untersuchung durch einen von der deutschen Botschaft in Teheran bestellten iranischen Arzt sei dem 52-Jährigen verwehrt worden. Immerhin hat man dem Deutschen laut Lherbier auch einen baldigen Freigang in Aussicht gestellt.

Der Bildhauer aus dem pfälzischen Lambsheim hatte im Herbst zusammen mit seiner Frau und seinem französischen Freund Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten gemacht. Am 29. November waren die beiden vor der Insel Abu Mussa aufgegriffen worden, weil sei illegal in iranische Gewässer eingedrungen sein sollen.

Härte des Urteils unverständlich

Zwei Briten und zwei Inder waren für ein gleiches Vergehen mit wesentlich geringeren Haftstrafen von zehn und 14 Tagen bestraft worden. «Es wird etwas hinter dem harten Urteil gegen uns stecken», sagte Lherbier. «Aber man wird nie erfahren, was es ist.» (nz)

 
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