26. Jul 2006 19:48
Der venezolanische Präsident Chávez hat in Russland die Fabrik für Kalaschnikow-Sturmgewehre besucht. Doch Beobachter sind überzeugt, dass es Chávez bei seiner Reise um mehr als militärische Ausrüstung geht.
Am Dienstag hatte Chávez mit der Führung des größten russischen Ölkonzerns Lukoil in Wolgograd einen Vertrag über die Erschließung von zwei Ölfeldern in Venezuela abgeschlossen. Chávez wird am Donnerstag in Moskau erwartet, wo er auch mit Präsident Wladimir Putin zusammentreffen soll. Beobachter sind überzeugt, dass es Chávez bei seiner Reise um weitaus mehr als um umfangreiche Waffenkäufe geht. Sie glauben, dass er die Bildung einer Allianz mit Gegnern der Regierung von US-Präsident Bush anstrebt und dass Russland dafür offen ist. Der willkommene Empfang, den Chávez in Russland genießt, zeige, dass Moskau der Anti-US-Gruppe verbunden sein möchte, wenn nicht gar, dass Russland sie anführen wolle, behauptete Ivan Safranchuk vom amerikanischen World Security Institute gegenüber der „Financial Times“.