Stammzellenforschung: Bush legt sein erstes Veto ein: 

netzeitung.deBush legt Veto im Stammzellenstreit ein

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US-Präsident Bush (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Foto: dpa
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Erstmals in seiner Amtszeit hat US-Präsident Bush im Parlament sein Veto eingelegt. Damit verhindert er höhere staatliche Zuschüsse für die Stammzellen-Forschung.

Gegen eine größere staatliche Förderung der embryonalen Stammzellenforschung hat US-Präsident George W. Bush sein Veto eingelegt. Bei einer Abstimmung im Abgeordnetenhaus kam wie erwartet keine ausreichende Mehrheit gegen das Vorgehen des Präsidenten zu Stande.

235 Abgeordnete votierten gegen das Veto, 193 sprachen sich dafür aus. Für die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlten damit jedoch 50 Stimmen.

Wenige Stunden zuvor hatte Bush eine Ausweitung der Forschung an embryonalen Stammzellen blockiert. «Dieses Gesetz würde es unterstützen, unschuldiges menschliches Leben zu nehmen in der Hoffnung darauf, medizinische Vorteile für andere zu finden», sagte er. «Es überschreitet eine moralische Grenze, die unsere Gesellschaft respektieren muss.«

Es ist das erste Mal in seiner sechsjährigen Amtszeit, dass Bushs ein Veto einlegt. Er vertritt die Auffassung, dass Steuerzahler nicht zur Finanzierung einer Wissenschaft herangezogen werden dürften, die einen Angriff auf ungeborene Babys bedeute.

Viele Abgeordnete sind allerdings der Ansicht, dass die Stammzellenforschung entscheidend dabei helfen könnte, medizinische Möglichkeiten zur wirksamen Behandlung von schweren Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zu finden. Zu den Befürwortern der embryonalen Stammzellenforschung gehören auch prominente Republikaner wie Nancy Reagan und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger. (nz)