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Im iranischen Kerker: Deutscher hegt Selbstmordgedanken: 

Im Iran inhaftierter Deutscher erwägt Selbstmord

09. Jul 2006 10:57
Donald Klein
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Die Bedingungen in einem Teheraner Gefängnis setzen dem dort einsitzenden Deutschen Donald Klein offenbar gesundheitlich stark zu. Klein war wegen illegalen Eindringens in iranische Hoheitsgewässer verurteilt worden.

Der im Iran gefangen gehaltene Deutsche Donald Klein hat nach einem Bericht des Magazins «Focus» gedroht, sich das Leben zu nehmen, falls er nicht bald frei komme. Dies habe der seit fast acht Monaten Inhaftierte seiner Frau und Vertretern der Botschaft angekündigt. Die Bedingungen im Teheraner Evin-Gefängnis setzten dem gesundheitlich angeschlagenen 52-Jährigen offenbar schwer zu. Unter anderem leide Klein an Problemen mit der Bauchspeicheldrüse. Seine psychische Verfassung habe sich drastisch verschlechtert.

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In einem Brief an seine Frau schrieb Klein dem Bericht zufolge bereits am 7. April, er fühle sich reduziert zu einer «körperlichen Hülle» und habe «trübe Gedanken wie Brei». Die Sache werde bald enden, «so oder so». Seine Frau sagte dem Magazin: «Donald weiß, wenn er mehrere Tage nichts isst, dann versagt die Bauchspeicheldrüse.» Sie habe ihren Mann mehrmals am Telefon angefleht, sich nicht umzubringen. Doch er habe erwidert: «Dann gehe ich halt kaputt.»

Auch die ihn betreuenden Botschaftsmitarbeiter informierte Klein nach «Focus»-Informationen über die Selbstmordabsichten. Darum habe die Botschaft inzwischen einen Pfarrer hinzugezogen. Die Diplomaten hätten sich auch um einen Arzt bemüht, aber Klein habe den Zutritt verweigert und gesagt: «Wenn ich einen Mediziner treffe, dann nur in Deutschland.» Kleins Rechtsanwalt Klaus Kübler sagte, die psychische und gesundheitliche Situation seines Mandanten sei unhaltbar.

Der Hochsee-Angler Klein und ein Franzose waren im November in der Straße von Hormuz festgenommen worden. Im Januar wurden sie wegen illegalen Eindringens in iranische Hoheitsgewässer zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die beiden hatten sich in der Nähe der Insel Abu Mussa aufgehalten, die ein strategischer Militärstützpunkt sein soll. (nz)

 
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