netzeitung.dePapst wirbt in Spanien für Ehe und Familie

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Der Papst in Valencia (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Papst in Valencia
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Wohl als Kritik an der in Spanien eingeführten «Homo-Ehe» hat der Papst sich bei seinem Besuch im Land besonders für die Familie ausgesprochen. Die liberalen Gesetzesinitiativen des Sozialisten Zapatero verärgern den Vatikan.

Papst Benedikt XVI. hat bei seinem Besuch im spanischen Valencia ausdrücklich die traditionellen Familienwerte verteidigt. Die Familie sei eine einzigartige Institution im Plan Gottes, und die Kirche müsse ihre fundamentale Bedeutung verkünden und fördern, sagte Benedikt unmittelbar nach seiner Ankunft am Samstag auf dem Flughafen. Er will sich 26 Stunden lang in Spanien aufhalten.

«Es ist mein Wunsch, hier in Valencia die zentrale Rolle der auf der Ehe basierenden Familie für die Kirche und die Gesellschaft zu bekräftigen», sagte der 79-jährige Pontifex. Spanien hatte – sehr zum Ärger des Vatikans – jüngst die «Homo-Ehe» zugelassen. Seit einem Jahr sind damit Ehen zwischen Gleichgeschlechtlichen denen von Mann und Frau gleichgestellt.

Kritik an «Blitzscheidungen»
Unklar war am Samstag zunächst, ob der Papst das Thema auch bei seinem Treffen mit Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero angesprochen hat. Auch Zapateros Gesetzesinitiativen zur Scheidung innerhalb von drei Monaten und gelockerten Abtreibungsgesetzen sind auf scharfe Kritik der katholischen Kirche gestoßen.

Anlass der dritten Auslandsreise Benedikts ist der Abschluss des neuntägigen Weltfamilientreffens, auf dem über Familienwerte in der heutigen Zeit diskutiert wurde. Es war noch von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. nach Valencia vergeben worden, bevor der Sozialist Zapatero an die Regierung kam.

Zapatero nicht bei Messe
Auf der Fahrt in die Innenstadt von Valencia hielt der Papst kurz an der U-Bahn-Station Jésus, um dort für die 42 Opfer des U-Bahn-Unglücks vom Montag zu beten. Er legte außerdem einen Kranz aus weißen Rosen nieder. Den Weg des Papstes ins Stadtzentrum säumten zehntausende Menschen.

Zu seiner Abschlussmesse am Sonntag werden 1,5 Millionen Menschen erwartet. Der Vatikan zeigte sich befremdet darüber, dass Zapatero an der Messe nicht teilnehmen wird. Zwar lade der Vatikan Politiker nicht zu Messen ein, sagte Papst-Sprecher Joaquin Navarro-Vals. Er verwies aber darauf, dass selbst stramme Linke wie etwa der kubanische Staatschef Fidel Castro oder der frühere nicaraguanische Präsident Daniel Ortega an Papstmessen in ihrem Land teilgenommen hätten. (nz)