netzeitung.deUS-Militär-Laptop offenbar nicht angetastet

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FBI-Mann Bill Chase bei der Pressekonferenz zum Fund des Laptops (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe FBI-Mann Bill Chase bei der Pressekonferenz zum Fund des Laptops
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die US-Behörden sind erleichtert: Daten von Millionen Militärangehörigen, die sich auf einem gestohlenen und jetzt gefundenen Laptop befinden, sollen nicht kopiert worden sein.

Einen Tag, nachdem ein gestohlener Laptop mit den Daten von Millionen von US-Militärangehörigen wieder aufgetaucht ist, geben sich die Behörden optimistisch. Nach einer ersten Untersuchung gehen sie davon aus, dass die Daten nach dem Diebstahl nicht angetastet wurden.

Das Gerät war einem Mitarbeiter der Veteranen-Behörde Anfang Mai bei einem Einbruch gestohlen worden. Auf der Festplatte befanden sich die uncodierten persönlichen Daten von insgesamt 26,5 Millionen ehemaligen und noch aktiven Militärangehörigen.

Eine vorläufige Untersuchung des Laptops durch Spezialisten habe ergeben, dass die Datenbank noch intakt sei und dass auf sie in der Zeit in den Händen des Diebs nicht zugegriffen worden sei, hieß es in einer Erklärung. «Eine genaue forensische Untersuchung läuft gerade, die Ergebnisse werden so bald wie möglich mitgeteilt.»

Schaden geht in die Millionen
Sollte sich die vorläufige Diagnose bewahrheiten, dann hätten die US-Behörden noch einmal riesiges Glück gehabt. Die Datensätze der Soldaten wären für Geheimdienste genau so interessant wie für gewöhnliche Kriminelle, die mit den Informationen Kredite auf die Namen der in der Datenbank enthaltenen Personen aufnehmen oder unter mit den gestohlenen Identitäten Ware bestellen könnten.

Allerdings wäre es denkbar, dass der Einbrecher trotz des Medienrummels um den Diebstahl gar nicht wusste, welchen Schatz er in Händen hielt. Welche Umstände zum Fund des Geräts führten, wurde nicht mitgeteilt. Die Behörden dankten lediglich der Polizei, deren Mühen zu dem Erfolg geführt hätten.

Aber auch wenn das Gerät unangetastet wieder gefunden worden sein sollte – teuer ist die Affäre für die Veteranenbehörde in jedem Fall: Gerade erst hat sie beim Kongress 160 Millionen Dollar beantragt, mit denen sie ein Jahr lang die Finanzen der 26,5 Millionen Betroffenen auf verdächtige Transaktionen überwachen will, um die Opfer zu schützen. Auch die Sofortmaßnahmen nach dem Diebstahl haben mehrere Millionen Dollar gekostet. (nz)