27. Jun 2006 16:38
Die Islam-Kritikerin Hirsi Ali muss ihre niederländische Staatsbürgerschaft nicht abgeben. Ihr wurde zugute gehalten, dass sie im Asylantrag den richtigen Namen angab.
Die niederländische Regierung hat entschieden, dass die aus Somalia stammende Islam-Kritikerin Ayaan Hirsi Ali Niederländerin bleiben darf.Ausländerministerin Rita Verdonk sagte am Dienstag zur Begründung, Hirsi Ali habe für ihre Einbürgerung in den Niederlanden doch keinen falschen Namen benutzt. Obwohl ihr offizieller Nachname damals Hirsi Magan war, sei sie nach somalischen Recht befugt gewesen, auch den Namen ihres Großvaters - Ali - zu führen.
Die Politikerin ist ihrer harten Angriffe gegen den Islam umstritten. Sie will nun die Niederlande verlassen und hat ihr Mandat im Parlament in Den Haag bereits niedergelegt. In diesem Sommer übernimmt sie eine Aufgabe an einem konservativen Institut für Politikberatung in Washington. Die Behörden hatten gegen Hirsi Ali ermittelt, nachdem sie selbst in einem Interview zugegeben hatte, bereits im Asylantrag einen falschen Namen gebraucht zu haben. Verdonk kam zunächst zu dem Schluss, dass die Einbürgerung der Politikerin als nicht erfolgt zu gelten habe. Erst nach erheblichem politischem Druck leitete die Ministerin eine weitere Überprüfung ein und gestand Hirsi Ali doch die niederländische Staatsbürgerschaft zu.
Die Islam-Kritikerin entschuldigte sich am Dienstag dafür, dass sie gesagt habe, sie habe gelogen. «Im Gegensatz zu meinen früheren Äußerungen gehört der Name Ali wirklich zu mir.» Verdonk wies Kritik an ihrem Verhalten indirekt zurück. «Die einzige, die das angerichtet hat, ist Ayaan Hirsi Ali selbst gewesen.» (nz)