Iran lobt Atom-Angebot als «Schritt nach vorn»
Danach werde der Iran Deutschland, Großbritannien und Frankreich über seine Ansichten informieren, sagte Mottaki. Außerdem seien Diskussionen mit anderen europäischen Ländern, mit China, Russland und blockfreien Staaten geplant. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad traf zu einer Sicherheitskonferenz in China ein. Auch dürfte in den Gesprächen das iranische Atomprogramm ein wichtiges Thema werden.
Aus diplomatischen Kreisen in Wien hieß es am Mittwoch, das Dokument erhielte auf drei Seiten konkrete Vorschläge für eine intensive Zusammenarbeit mit Teheran bei der zivilen Nutzung der Kernenergie. Auf einer vierten Seite, die Teheran «aus offensichtlichen Gründen» nicht übermittelt worden sei, stehen die möglichen Sanktionen, sollte der Iran die Vorschläge ablehnen und die umstrittene Urananreicherung fortsetzen. Unter anderem drohen die Sechs dem Iran darin mit einer verschärften UN-Resolution und politischen sowie wirtschaftlichen Sanktionen.
Offenbar würden die sechs Staaten Teheran die weitere Umwandlung von Uranerz in seiner Atomanlage bei Isfahan gestatten, wenn das Vertrauen in das Land wieder hergestellt sei. Die Anreicherung zur Herstellung von Uranbrennstäben für iranische Kernkraftwerke bliebe dagegen einem «internationalen Brennstoffkreislauf-Zentrum in Russland» vorbehalten. (nz)

