10.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Insassen im Guantanamo-Lager
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die USA haben zum ersten Mal den Suizid von Insassen im Gefangenenlager Guantánamo bekannt gegeben. Vermutlich hatten sie sich miteinander abgestimmt.
Die US-Regierung hat erstmals den Selbstmord von Häftlingen im Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba bekannt gegeben. Drei Insassen sich getötet, sagte ein Regierungsvertreter am Samstag in Washington.
Der Beamte sprach von einem vermutlich abgesprochenen Vorgehen der drei Häftlinge. Die drei Insassen seien am Samstagmorgen erhängt in ihren Zellen gefunden worden, erklärten die US-Streitkräfte. Sie seien «nicht ansprechbar und nicht atmend» gewesen und trotz Versuchen zur Wiederbelebung gestorben. Bei den drei Betroffenen handele es sich um zwei Männer saudischer Abstammung und einen Jemeniten. Untersuchungen zur Todesursache seien aufgenommen worden, hieß es aber weiter. Präsident Bush sei informiert worden.
Die USA halten seit 2002 auf ihrem Flottenstützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba als Taliban- und Al-Qaeda-Kämpfer Verdächtigte gefangen, insgesamt rund 460 Männer. Menschenrechtsorganisation haben wiederholt die dortigen Haftbedingungen heftig kritisiert.(nz)