netzeitung.deStörfall in japanischem Kernkraftwerk

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In einem Reaktor in der japanischen Provinz Fukushima ist radioaktiver Dampf ausgetreten. Gefahr für die Umwelt besteht laut den Betreibern nicht.

Etwa 240 Kilometer nordöstlich von Tokio hat sich erneut ein Zwischenfall in einem Atomkraftwerk ereignet. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power gab am Dienstag Medien zufolge bekannt, dass in einem Reaktor eines Kraftwerks in Provinz Fukushima radioaktiver Dampf aus einem Rohr getreten sei. Es habe dabei jedoch keine Auswirkungen auf die Umwelt gegeben, hieß es.

Der Reaktor werde zur Inspektion manuell heruntergefahren, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Erst im vergangenen Monat war in Japans erster Atom- Wiederaufbereitungsanlage in der nördlichen Provinz Aomori ein radioaktives Leck aufgetreten. Es kam jedoch niemand zu Schaden.

In der Vergangenheit war es bereits wiederholt zu Pannen in japanischen Nuklearanlagen gekommen. Im Jahre 1999 waren zwei Arbeiter getötet worden, als in einer Uranverarbeitungs-Anlage im Dorf Tokaimura nordöstlich von Tokio radioaktive Strahlung austrat. Dieser bisher schwerste Atomunfall in der Geschichte des fernöstlichen Inselreiches war das Ergebnis von Kosteneinsparungen und dilettantischer Arbeit. (nz)