netzeitung.deMenschenrechte in China für Merkel kein Tabu

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Bundeskanzlerin Merkel und Chinas Ministerpräsident Wen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeskanzlerin Merkel und Chinas Ministerpräsident Wen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Deutlicher als ihr Amtsvorgänger Schröder will Bundeskanzlerin Merkel mit der chinesischen Führung Menschenrechtsfragen erörtern. In Peking kam sie mit Regierungschef Wen zusammen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel strebt engere Beziehungen zu China auf allen Ebenen an. Zu Beginn ihrer ersten Chinareise beriet sie in Peking mehrere Stunden lang mit Ministerpräsident Wen Jiabao. Danach kündigte sie an, dass sie auch Menschenrechtsfragen in Zukunft dabei weiter offen ansprechen werde.

Wen versprach «feierlich», den Schutz des geistigen Eigentums an deutscher Hochtechnologie zu gewährleisten. Merkel hatte zuvor mit dem Regierungschef drei Stunden lang alle strittigen Fragen der deutsch-chinesischen Beziehungen angesprochen.

Merkel stellte eine «wachsende Offenheit» der chinesischen Seite in der Erörterung der Menschenrechtsfragen fest. Es gäbe aber weiterhin «unterschiedliche Auffassungen». Es sei wichtig, dass «nichts unter den Tisch gekehrt wird», sondern alles offen angesprochen wird.

Die chinesische Seite bemühte sich bei dieser ersten Reise der Kanzlerin sichtlich um eine entspannte, fast heitere Atmosphäre. Wen begann seine Gespräche mit Merkel mit einem längeren Spaziergang im Park am Morgen. Der Regierungschef unterstrich, dass der weitere Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehung im Interesse der Bevölkerung beider Länder sei. (nz)