18.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Verteidigungsminister Browne (l.) in Basra
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Großbritanniens Verteidigungsminister Browne hat überraschend dem britischen Militär im Irak einen Besuch abgestattet. Die Reise ist zu einem für die Soldaten prekären Zeitpunkt erfolgt.
Der neue britische Verteidigungsminister Desmond Browne hat am Donnerstag unangekündigt die im Südirak stationierten britischen Truppen besucht. Das berichtete der regierungsnahe Fernsehsender Al-Irakija. Der aus Sicherheitsgründen nicht vorab bekannt gewordene Besuch kommt zu einer Zeit, in der sich die britischen Soldaten im Irak mit zunehmendem Widerstand konfrontiert sehen. Seit Anfang Mai haben die Briten im Südirak sieben Soldaten verloren. Auch hat die Zahl der Attentate in der bislang relativ friedlichen Ölstadt Basra zugenommen.
Die Verwaltung und die schiitischen Religionsführer geben einander gegenseitig die Schuld an dieser Eskalation der Gewalt. Mehrere hochrangige Politiker und Religionsgelehrte versuchen, die Krise zu entschärfen. Unter ihnen ist auch Vizepräsident Adel Abdel Mahdi, der am Donnerstag erklärte, «ausländische Mächte aus der Region» hätten in Basra ihre Finger mit im Spiel. Beobachter hatten früher vom großen Einfluss des iranischen Geheimdienstes in Basra gesprochen.(nz)