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US-Vizeminister «beeindruckt» von Hirsi Ali

18. Mai 2006 14:56
Ayaan Hirsi Ali
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Nach dem Wirbel um ihre Staatsbürgerschaft will die niederländische Islamkritikerin Hirsi Ali in die USA auswandern. Dort sei sie willkommen, lässt die Regierung wissen.

Anders als die Niederlande haben die USA offenbar kein Problem mit der Islamkritikerin und früheren niederländischen Abgeordneten Ayaan Hirsi Ali. Wie der stellvertretende US-Außenminister Robert Zoellick bei einem Besuch in Den Haag sagte, ist Hirsi Ali in den USA willkommen. Sie sei eine «sehr couragierte und beeindruckende Frau», so Zoellick.

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Die aus Somalia stammende Politikerin war in den Niederlanden unter Druck geraten, weil sie bei ihrer Einbürgerung falsche Angaben gemacht hatte. Die Ministerin für Integration und Immigration der Niederlande, Rita Verdonk, wollte ihr deshalb die Staatsbürgerschaft entziehen. Nach heftiger Kritik kündigte Verdonk an, die Entscheidung noch einmal überdenken zu wollen.

Hirsi Ali hatte am Dienstag ihren Sitz im niederländischen Parlament aufgegeben und erklärt, in die USA auswandern zu wollen. Die Zeitung «De Volkskrant» berichtete, Hirsi Ali wolle für das konservative American Enterprise Institute (AEI) in Washington arbeiten und dort ein Buch schreiben.

Die Schriftstellerin und Abgeordnete war als Drehbuchautorin des Films «Submission» (Unterwerfung) bekannt geworden. In dem Film wird die Behandlung von Frauen im Islam kritisiert. Der Regisseur des Films, Theo van Gogh, wurde im November 2004 von einem islamischen Fundamentalisten ermordet. Hirsi Ali hatte Morddrohungen erhalten und stand seitdem unter ständigem Polizeischutz. (nz)

 
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