netzeitung.deCIA soll 50 Menschen verschleppt haben

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Die CIA Zentrale in Langley (Foto: Archiv<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die CIA Zentrale in Langley
Foto: Archiv
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Seit dem 11. September soll der US-amerikanische Geheimdienst CIA bis zu 50 Menschen entführt haben. Durch Druck auf Journalisten versuchte die CIA, ihre Aktionen geheim zu halten.

50 als Terroristen Verdächtigte soll der amerikanische Geheimdienst CIA in geheime Gefängnisse entführt haben. Der CIA-Untersuchungsausschuss im Europäischen Parlament hat laut eigener Angaben glaubwürdige Informationen über die Entführungsfälle. Hochrangige CIA-Beamte hätten diese Zahlen bestätigt, sagte Giovanni Fava, Berichterstatter des Ausschusses. Fava hatte vergangene Woche die CIA in Washington besucht.

Seit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 seien unter Verdacht stehende Menschen in geheime Gefangenenlager verschleppt worden. Solche Gefängnisse hätten die USA in Asien, Afrika und Europa unterhalten, sagte Fava.

Das weiße Haus habe Druck auf Journalisten und Fernsehsender ausgeübt, um diese Lager geheim zu halten, sagte Carlos Coelho, der Vorsitzende des Ausschusses. Coelho konnte nicht sagen, ob die Regierungen der Länder von den Gefängnissen wussten.

Dass die CIA rechtswidrig Gefangene auch durch Europa geflogen hat, sei erwiesen, so der Ausschuss. Auch EU-Regierungen müssten davon gewusst haben, so Coelho.

Zu den CIA-Gefangen gehört auch der Deutsche Khaled el-Masri. Er hatte dem Ausschuss über seine Entführung berichtet. (nz)