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Islamkritikerin Hirsi Ali zieht in die USA

15. Mai 2006 18:00
Ayaan Hirsi Ali
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Die niederländische Abgeordnete Hirsi Ali will bald in Washington arbeiten. Am Wochenende war die gebürtige Somalierin in die Kritik geraten, weil sie in ihrem Asylantrag 1992 falsche Angaben gemacht hatte.

Die als Islamkritikerin bekannte niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali zieht in die USA. Wie ihre Sprecherin in Den Haag bestätigte, will sie am 1. September beim konservativen «American Enterprise Institute» in Washington anfangen. Die aus Somalia stammende Ali war in den Niederlanden am Wochenende in die Kritik konservativer Politiker geraten, weil sie laut einem Fernsehbericht 1992 falsche Angaben in ihrem Asylantrag gemacht hatte.

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Ali hatte in dem Asylantrag angegeben, direkt vor dem Bürgerkrieg aus Somalia geflohen zu sein, obwohl sie seit langem einen sicheren Flüchtlingsstatus in Kenia hatte. Außerdem hatte sie einen falschen Namen genannt, tatsächlich hieß sie Ayaan Hirsi Magan. 1997 wurde ihr die niederländische Staatsbürgerschaft zuerkannt.

Entzug der Staatsangehörigkeit droht

Die Abgeordnete der rechtsliberalen Regierungspartei VVD wurde nach dem Mord an dem niederländischen Filmregisseur Theo van Gogh im November 2004 weltweit bekannt. Van Gogh hatte ihr islamkritisches Drehbuch «Submission» (Unterwerfung) verfilmt. Seit dem Mord musste Hirsi Ali rund um die Uhr bewacht werden. Ali erhielt mehrfache Auszeichnungen für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen im Islam.

Die Affäre um den Asylantrag hat dem seit einiger Zeit bestehenden Wunsch der Islamkritikerin zum Umzug in die USA offenbar Schwung verliehen. Nach dem TV-Bericht hatte die zuständige Ministerin Rita Verdonk eine Untersuchung eingeleitet, die zum Entzug der niederländischen Staatsangehörigkeit führen kann. Auch Politiker ihrer eigenen Partei hatten die Abgeordnete aufgerufen, das Parlament zu verlassen. (nz)

 
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