netzeitung.deBush ruft Nato zu Hilfe für Darfur auf

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US-Präsident George W. Bush (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Präsident George W. Bush
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US-Präsident Bush will gemeinsam mit der Nato den Friedenseinsatz in Darfur unterstützen. Die Truppen der Afrikanischen Union hätten die Grenze ihrer Möglichkeiten erreicht, sagte er am Abend.

Drei Tage nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens für Darfur hat US-Präsident George W. Bush die Nato zur Unterstützung des Friedenseinsatzes in der westsudanesischen Krisenregion aufgerufen. Er appellierte zugleich an die sudanesische Regierung, die Entsendung einer UN-Truppe zuzulassen. Er habe mit dem sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir telefoniert, um ihm zum Abschluss des Friedensabkommens mit der größten Rebellengruppe zu gratulieren, sagte Bush am Montag in Washington.

Die Vereinten Nationen haben bereits Truppen zur Verfügung gestellt, und die USA möchten von der Nato logistische Hilfe. Die Regierung in Khartum hat den UN-Einsatz, der die bereits in Darfur stationierten Truppen der Afrikanischen Union (AU) unterstützen würde, bisher abgelehnt. Bush sagte, die AU-Kräfte hätten die Grenze ihrer Möglichkeiten erreicht. Der US-Präsident rief andere Länder und Organisationen weiter dazu auf, die Nahrungsmittelhilfen für Darfur zu erhöhen.

Das Darfur-Abkommen stand auch im Zentrum von Gesprächen zwischen Vertretern der Europäischen und der Afrikanischen Union in Wien. Die EU habe das Abkommen «mit großer Hoffnung zu Kenntnis genommen», sagte die österreichische Außenministerin Ursula Plassnik. Es gehe jetzt darum, die Vereinbarungen umzusetzen, um eine rasche Verbesserung zu erreichen. Der Außenminister des Sudans, Lam Akol, ergänzte, sein Land sei bereit, Gespräche mit den Vereinten Nationen zu führen. Diese müssten im Rahmen des Abkommens stattfinden. (nz)