USA verteidigen sich gegen Foltervorwürfe
Bellinger, ein Jurist beim US-Außenministerium, sagte jedoch, dass «möglicherweise einige Fragen offen» bleiben müssten, wenn es um Angelegenheiten der Geheimdienste gehe. Der für Menschenrechtsfragen zuständige Staatssekretär im Außenministerium, Barry Lowenkron, sagte, die Misshandlungen von Gefangenen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib seien unentschuldbar. Mehr als 250 Personen seien deswegen zur Verantwortung gezogen worden.
Wie jeder Unterzeichnerstaat der Anti-Folter-Konvention von 1984 müssen auch die USA einen regelmäßigen Bericht dazu vorlegen. Der 87 Seiten umfassende Bericht der US-Regierung wurde im Januar übermittelt, vier Jahre später als vorgesehen. Das UN-Komitee hat die USA um Erklärungen gebeten, warum Geheimgefängnisse eingerichtet wurden und welche Bestimmungen es für die Befragung von Gefangenen gibt.
HRW-Direktorin Mariette Grange betonte, dass die Aussagen der US-Vertreter in der aktuellen Anhörung enorme Bedeutung hätten. «Die USA müssen sich erstmals seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den daraufhin begonnenen US-Kampf gegen den Terror für ihre Praktiken in den Lagern vor den UN rechtfertigen», sagte sie.(nz)

