02.05.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Deutsche Susanne Osthoff in der Gewalt ihrer Entführer im Irak
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Deutsche Touristen und Mitarbeiter von Organisationen und Firmen sind im Ausland häufig als Geiseln genommen worden. Der Großteil von ihnen konnte wieder freikommen. Eine Übersicht über die Entführungsfälle. 10. Juli 2008 Ein Militärsprecher von Nigeria teilt die Entführung zweier Ausländer im Niger-Delta nahe Port Harcourt mit. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bestätigt einen Tag später, dass es sich um Deutsche handelt. Nach Angaben des Baukonzerns Bilfinger Berger sind sie Ingenieure beim Tochterunternehmen Julius Berger Nigeria. 23. Juni 2008 Piraten kapern das Segelboot eines Paares aus Süddeutschland und verschleppen die beiden Urlauber in das Bergland der halbautonomen Region Puntland. Die Piraten fordern zwei Millionen Dollar Lösegeld. Das Paar war unterwegs von Ägypten nach Thailand. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } 17. Dezember 2007 Der Schreinermeister Harald K. aus dem bayerischen Amberg wird in der Provinz Herat im Westen Afghanistans verschleppt. 18. August 2007 Bewaffnete Männer verschleppen in der Hauptstadt Kabul am helllichten Tag eine 31-jährige Frau aus Süddeutschland. 18. Juli 2007: Der Ingenier Rudolf B. wird zusammen mit seinem deutschen Kollegen Rüdiger D. und vier einheimischen Begleitern in der zentralafghanischen Provinz Wardak verschleppt. Der 44-jährige D. stirbt wenige Tage später durch Schüsse der Geiselnehmer. 4. Juli 2007: In Afghanistan wird seit knapp einer Woche ein Deutscher vermisst. Das Auswärtige Amt vermutet, dass der Mann gekidnappt wurde. 6. Februar 2007 Die in Bagdad verheiratete 61-jährige Deutsche Hannelore K. und ihr Sohn Sinan werden in Bagdad verschleppt. Die Entführer mit der Ermordung ihrer Geiseln, sollten nicht alle Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abgezogen werden. 24. Januar 2006 Die beiden Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke werden in der nordirakischen Stadt Beidschi entführt. Nach 14 Wochen Geiselhaft kommen die beiden am 2. Mai frei. 28. Dezember 2005 Bewaffnete Entführer verschleppen im Ostjemen den früheren Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog, seine Frau und seine drei Söhne. Nach drei Tagen wird die Familie unversehrt freigelassen. 25. November 2005 Die 43-jährige Susanne Osthoff, Archäologin und Mutter einer Tochter, wird zusammen mit ihrem Fahrer im Irak entführt. Nach zahlreichen Appellen an die Entführer, darunter von drei ehemaligen Bundespräsidenten, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Nadeem Elyas, Altkanzler Gerhard Schröder und Schriftsteller Günter Grass wird Osthoff am 18. Dezember in Bagdad freigelassen. 12. September 2003 Auf dem Weg zu einer Ruinenstätte in Nordkolumbien werden acht ausländische Touristen entführt, unter ihnen eine Deutsche. Nach 74 Tagen wird die Deutsche Reinhilt Weigel gemeinsam mit einem Spanier auf freien Fuß gesetzt. 23. Februar 2003 Elf Touristen, darunter sechs Deutsche, werden in der Sahara entführt. In den folgenden Wochen verschwinden weitere Reisegruppen in Algerien, insgesamt 16 Deutsche sind betroffen. Die ersten 17 der insgesamt 32 Verschleppten werden am 13. Mai von einer algerischen Spezialeinheit in der Nähe von Tamanrasset, 1.900 Kilometer südlich von Algier, befreit. Die übrigen Geiseln kommen Mitte August frei; eine 45-jährige Deutsche überlebte die Strapazen der Geiselnahme jedoch nicht und starb in der Wüste. 28. November 2001 Ein 55-jähriger Deutscher, der für die einzige Mercedes-Vertretung in Jemen arbeitet, wird in Sanaa zehn Tage lang verschleppt. 27. Juli 2001 Bewaffnete Stammesmitglieder entführen in Sanaa einen deutschen Diplomaten. Erst am 23. September lassen ihn seine Entführer frei. 18. Juli 2001 Ulrich Künzel, ein Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), sein Freund Reiner Bruchmann und sein Bruder Thomas werden nahe der kolumbischen Stadt Silvia, 200 Kilometer südwestlich von Bogota, von FARC-Rebellen verschleppt. Thomas Künzel gelingt Ende September die Flucht. Mitte Oktober kommen Ulrich Künzel und Bruchmann frei. 23. April 2000 Auf der Ferieninsel Sipadan im Osten Malaysias werden 21 Menschen als Geiseln genommen, darunter die deutsche Familie Wallert. Ein Kommando der Rebellengruppe Abu Sayyaf bringt sie auf Booten auf die Philippinen. Mitte Juli wird die erkrankte Renate Wallert freigelassen. Walter und Marc Wallert kommen erst Ende August beziehungsweise im September frei. 10. August 1999 Rolf Sommerfeld wird von der größten kolumbianischen Guerillagruppe Farc gefangen genommen. Fünf Menschen, darunter der 57-jährige Deutsche, werden am 13. August 2000 befreit. 7. Dezember 1998 Drei Frauen und ein Mann werden von Mitgliedern der Volksgruppe der Bani Dhabjan im Jemen entführt und bis Ende Dezember festgehalten. 3. März 1997 Sieben deutsche Motorradtouristen kommen im Südostjemen für zwei Wochen in die Gewalt von Entführern. Im gleichen Monat werden östlich der Hauptstadt Sanaa vier Urlauber zehn Tage lang verschleppt. 1. Januar 1996 Die 24-jährige deutsche Touristin Nicola Fleuchaus und die Schweizer Reiseleiterin Susanna Siegfried werden aus einem Hotel in der Stadt San Carlos in Costa Rica entführt und kommen Mitte März gegen 300.000 Mark Lösegeld wieder frei. 16. Mai 1989 Ebenfalls in Libanon werden die Deutschen Heinrich Strübig und Petra Schnitzler zusammen mit dem Krankenpfleger Thomas Kemptner in der Hafenstadt Sidon entführt. Schnitzler kommt bei einer Razzia libanesischer Milizionäre frei. Nach 1.127 Tagen Geiselhaft lassen die Entführer Kemptner und Strübig frei. 17./21. Januar 1987 Der Hoechst-Manager Rudolf Cordes wird in der libanesischen Hauptstadt Beirut verschleppt. Der 47-jährige Siemens-Techniker Alfred Schmidt wird entführt, ebenfalls von der Hisbollah. Schmidt wird im September freigelassen. Mit der Geiselnahme soll die Freilassung von Mohammed Ali Hamadei erzwungen werden. Cordes lassen die Kidnapper erst nach 605-tägiger Geiselhaft frei.
10. Juli 2008Ein Militärsprecher von Nigeria teilt die Entführung zweier Ausländer im Niger-Delta nahe Port Harcourt mit. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bestätigt einen Tag später, dass es sich um Deutsche handelt. Nach Angaben des Baukonzerns Bilfinger Berger sind sie Ingenieure beim Tochterunternehmen Julius Berger Nigeria.
23. Juni 2008Piraten kapern das Segelboot eines Paares aus Süddeutschland und verschleppen die beiden Urlauber in das Bergland der halbautonomen Region Puntland. Die Piraten fordern zwei Millionen Dollar Lösegeld. Das Paar war unterwegs von Ägypten nach Thailand.
17. Dezember 2007Der Schreinermeister Harald K. aus dem bayerischen Amberg wird in der Provinz Herat im Westen Afghanistans verschleppt.
18. August 2007Bewaffnete Männer verschleppen in der Hauptstadt Kabul am helllichten Tag eine 31-jährige Frau aus Süddeutschland.
18. Juli 2007:Der Ingenier Rudolf B. wird zusammen mit seinem deutschen Kollegen Rüdiger D. und vier einheimischen Begleitern in der zentralafghanischen Provinz Wardak verschleppt. Der 44-jährige D. stirbt wenige Tage später durch Schüsse der Geiselnehmer.
4. Juli 2007:In Afghanistan wird seit knapp einer Woche ein Deutscher vermisst. Das Auswärtige Amt vermutet, dass der Mann gekidnappt wurde.
6. Februar 2007Die in Bagdad verheiratete 61-jährige Deutsche Hannelore K. und ihr Sohn Sinan werden in Bagdad verschleppt. Die Entführer mit der Ermordung ihrer Geiseln, sollten nicht alle Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abgezogen werden.
24. Januar 2006Die beiden Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke werden in der nordirakischen Stadt Beidschi entführt. Nach 14 Wochen Geiselhaft kommen die beiden am 2. Mai frei.
28. Dezember 2005Bewaffnete Entführer verschleppen im Ostjemen den früheren Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog, seine Frau und seine drei Söhne. Nach drei Tagen wird die Familie unversehrt freigelassen.
25. November 2005Die 43-jährige Susanne Osthoff, Archäologin und Mutter einer Tochter, wird zusammen mit ihrem Fahrer im Irak entführt. Nach zahlreichen Appellen an die Entführer, darunter von drei ehemaligen Bundespräsidenten, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Nadeem Elyas, Altkanzler Gerhard Schröder und Schriftsteller Günter Grass wird Osthoff am 18. Dezember in Bagdad freigelassen.
12. September 2003Auf dem Weg zu einer Ruinenstätte in Nordkolumbien werden acht ausländische Touristen entführt, unter ihnen eine Deutsche. Nach 74 Tagen wird die Deutsche Reinhilt Weigel gemeinsam mit einem Spanier auf freien Fuß gesetzt.
23. Februar 2003Elf Touristen, darunter sechs Deutsche, werden in der Sahara entführt. In den folgenden Wochen verschwinden weitere Reisegruppen in Algerien, insgesamt 16 Deutsche sind betroffen. Die ersten 17 der insgesamt 32 Verschleppten werden am 13. Mai von einer algerischen Spezialeinheit in der Nähe von Tamanrasset, 1.900 Kilometer südlich von Algier, befreit. Die übrigen Geiseln kommen Mitte August frei; eine 45-jährige Deutsche überlebte die Strapazen der Geiselnahme jedoch nicht und starb in der Wüste.
28. November 2001Ein 55-jähriger Deutscher, der für die einzige Mercedes-Vertretung in Jemen arbeitet, wird in Sanaa zehn Tage lang verschleppt.
27. Juli 2001Bewaffnete Stammesmitglieder entführen in Sanaa einen deutschen Diplomaten. Erst am 23. September lassen ihn seine Entführer frei.
18. Juli 2001Ulrich Künzel, ein Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), sein Freund Reiner Bruchmann und sein Bruder Thomas werden nahe der kolumbischen Stadt Silvia, 200 Kilometer südwestlich von Bogota, von FARC-Rebellen verschleppt. Thomas Künzel gelingt Ende September die Flucht. Mitte Oktober kommen Ulrich Künzel und Bruchmann frei.
23. April 2000Auf der Ferieninsel Sipadan im Osten Malaysias werden 21 Menschen als Geiseln genommen, darunter die deutsche Familie Wallert. Ein Kommando der Rebellengruppe Abu Sayyaf bringt sie auf Booten auf die Philippinen. Mitte Juli wird die erkrankte Renate Wallert freigelassen. Walter und Marc Wallert kommen erst Ende August beziehungsweise im September frei.
10. August 1999Rolf Sommerfeld wird von der größten kolumbianischen Guerillagruppe Farc gefangen genommen. Fünf Menschen, darunter der 57-jährige Deutsche, werden am 13. August 2000 befreit.
7. Dezember 1998Drei Frauen und ein Mann werden von Mitgliedern der Volksgruppe der Bani Dhabjan im Jemen entführt und bis Ende Dezember festgehalten.
3. März 1997Sieben deutsche Motorradtouristen kommen im Südostjemen für zwei Wochen in die Gewalt von Entführern. Im gleichen Monat werden östlich der Hauptstadt Sanaa vier Urlauber zehn Tage lang verschleppt.
1. Januar 1996Die 24-jährige deutsche Touristin Nicola Fleuchaus und die Schweizer Reiseleiterin Susanna Siegfried werden aus einem Hotel in der Stadt San Carlos in Costa Rica entführt und kommen Mitte März gegen 300.000 Mark Lösegeld wieder frei.
16. Mai 1989Ebenfalls in Libanon werden die Deutschen Heinrich Strübig und Petra Schnitzler zusammen mit dem Krankenpfleger Thomas Kemptner in der Hafenstadt Sidon entführt. Schnitzler kommt bei einer Razzia libanesischer Milizionäre frei. Nach 1.127 Tagen Geiselhaft lassen die Entführer Kemptner und Strübig frei.
17./21. Januar 1987Der Hoechst-Manager Rudolf Cordes wird in der libanesischen Hauptstadt Beirut verschleppt. Der 47-jährige Siemens-Techniker Alfred Schmidt wird entführt, ebenfalls von der Hisbollah. Schmidt wird im September freigelassen. Mit der Geiselnahme soll die Freilassung von Mohammed Ali Hamadei erzwungen werden. Cordes lassen die Kidnapper erst nach 605-tägiger Geiselhaft frei.