20.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ölterminal in Nigeria
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Rebellen in Nigeria haben eine Militärbasis attackiert. Ein Mensch starb, es gab mehrere Verletzte.
Im nigerianischen Ölzentrum Port Harcourt haben Aufständische einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt verübt. Mindestens ein Menschen wurde nach Angaben der Polizei getötet. Zudem gab es mehrere Verletzte.
Zu dem Autobomben-Anschlag am Mittwochabend bekannte sich die Bewegung für Emanzipation im Nigerdelta. Wegen wiederholter Sabotage-Akte der Gruppe ist die Ölförderung in Nigeria um 20 Prozent eingebrochen. Dies hat zum weltweiten Anstieg des Ölpreises beigetragen. Der afrikanische Staat ist der zwölfgrößte Erdölproduzent.
Davor hatte die Bewegung im Januar einen Anschlag verübt. Am Mittwoch wurde erstmals eine Autobombe eingesetzt, auch war es der erste Anschlag in Port Harcourt, wo zahlreiche Ölunternehmen angesiedelt sind. Die Aufständischen wollen mit ihren Aktionen einen höheren Anteil an den Einnahmen aus den Ölverkäufen erkämpfen. (nz)