14.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Donald Rumsfeld
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mehrere frühere US-Generäle haben den Rücktritt von US-Verteidigungsminister Rumsfeld gefordert. Präsident Bush hält an ihm fest.
Bush US-Präsident George W. Bush hat Verteidigungsminister Donald Rumsfeld angesichts wachsender Rücktrittsforderungen in Schutz genommen. Rumsfelds kraftvolle und beständige Führung sei genau das, was in einer kritischen Zeit notwendig sei, sagte Bush am Freitag in Washington. Rumsfeld genieße deshalb seine volle Unterstützung und tiefe Wertschätzung. Bush lobte außerdem Rumsfelds Zusammenarbeit mit Kommandeuren und zivilen Mitarbeitern.
Ex-General John Batiste und fünf weitere hochrangige Ex-Militärs hatten Rumsfeld zuvor zum Rücktritt aufgefordert. Der Minister müsse die Verantwortung für den mangelhaften Plan für den Irak-Krieg übernehmen, sagte Batiste am Freitag dem US-Fernsehsender ABC. Aus Sicht des Ex-Generals ist im Pentagon ein neuer Anfang notwendig. Es werde ein Führer gebraucht, der Team-Arbeit verstehe und Mitarbeiter nicht einschüchtere, so Batiste. Die Militärführung müsse die Prinzipien des Krieges verstehen und diese auch rücksichtslos umsetzen.
Batiste widersprach dem Vorwurf, dass es sich um eine koordinierte Kampagne der Ex-Generäle gegen Rumsfeld handle. Als General hatte er 2004 und 2005 die 1. Infanterie-Division der US-Armee im Irak kommandiert. Laut einem Bericht der «Washington Post» schlug er eine Beförderung und Rückkehr in den Irak als im Rang zweithöchster US-Militär aus, weil er nicht länger unter Rumsfeld dienen wollte. (nz)