netzeitung.deUno fordert gerechtere Wasser-Verteilung

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Kofi Annan (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kofi Annan
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UN-Generalsekretär Annan hat die mangelhafte Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberem Wasser kritisiert. Der künftige Chef des UN-Umweltprogramms sprach sich für ein Grundrecht auf Wasser aus.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die internationale Gemeinschaft zu einer gerechteren Verteilung der weltweiten Wasservorräte aufgerufen. Im Vorfeld des Weltwassertages am Mittwoch kritisierte er in New York, dass noch immer viel Wasser verschwendet werde, obwohl 18 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hätten.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef forderte mehr Geld für die Wasserversorgung der ärmsten Menschen. «Jeden Tag sterben weltweit 4500 Kinder, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben», hieß es in dem Aufruf, den Unicef zum IV. Weltwasserforums in Mexiko veröffentlichte. Das UN-Ziel, den Wassermangel bis 2015 zu halbieren, sei in Afrika und Asien nur schwer zu erreichen.

Der designierte Chef des UN-Umweltprogramms Unep, Achim Steiner, warnte vor einer steigenden Zahl von Wasserflüchtlingen – vor allem in Afrika. «Wenn wir uns nicht dort solidarisch engagieren, wo es zu wenig Wasser gibt, dann wird es in den nächsten Jahren zu Katastrophen kommen», sagte er in Mexiko-Stadt. Die Zahl der Wasserflüchtlinge werde zunehmen, und ganze Bevölkerungsgruppen könnten vertrieben werden.

Grundrecht auf Wasser
Steiner sprach sich dafür aus, das Grundrecht auf Wasser gesetzlich festzuschreiben. Wasser sei ein Gemeingut und könne nicht mehr als Privatgut behandelt werden. Steiner ist bis zu seinem offiziellen Amtsantritt bei der Uno Generaldirektor der in der Schweiz beheimateten Weltnaturschutzunion IUCN. (nz)