19.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Alexander Lukaschenko
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Unter scharfen Kontrollen hat die Präsidentenwahl in Weißrussland begonnen. Amtsinhaber Lukaschenko will Proteste der Opposition als «Terrorismus» ahnden.
In einer Atmosphäre umfassender staatlicher Überwachung hat am Sonntag in Weißrussland die Wahl eines neuen Präsidenten begonnen. Ein Sieg von Amtsinhaber Alexander Lukaschenko gilt als sicher, seinen drei Gegenkandidaten werden keine Chancen eingeräumt.
Die Opposition hat zu Demonstrationen gegen das Wahlergebnis aufgerufen, falls der seit zwölf Jahren regierende Lukaschenko mit hohem Ergebnis gewinnt. Die Behörden haben allerdings jegliche Versammlung am Wahltag untersagt und gedroht, Personen, die gegen das Ergebnis protestieren, als Terroristen zu verfolgen.
«Ich schwöre, dass wir auf solche Dinge entsprechend reagieren werden, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt», sagte Lukaschenko am Sonntag in der Hauptstadt Minsk. Empört äußerte er sich zu der kritischen Haltung der USA zu Weißrussland. US-Präsident George W. Bush sei der «größte Terrorist auf der Welt», so Lukaschenko.
Bush hatte zuletzt den US-Kongress über angebliche illegale Waffengeschäfte der weißrussischen Führung mit Ländern wie Iran und Irak informiert. Lukaschenko warf er vor, den internationalen Terrorismus zu unterstützen. (nz)