Weißrussen durch Massen-SMS beunruhigt
18.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Erst am Freitagabend bekräftigte er in einer Fernsehansprache: «Ich garantiere, dass es in unserem Land keinen Sturz der Regierung geben wird. Es wird keine gewaltsame Besetzung von Institutionen oder Blockaden von Straßen und Plätzen geben.» Es sei alles dafür getan worden, «auch die kleinste Bedrohung für die Sicherheit des Volkes» zu verhindern.
Die Opposition hat zu Demonstrationen gegen das Wahlergebnis aufgerufen, falls Lukaschenko wie erwartet mit hohem Ergebnis gewinnt. Milinkewitsch mahnte seine Anhänger am Samstag aber erneut, ihren Protest friedlich zum Ausdruck zu bringen. «Wir werden mit Blumen kommen, wir werden friedlich auf die Straße gehen, ohne jede Gewalt», sagte der Kandidat, der von einem breiten Oppositionsbündnis unterstützt wird, vor mehreren hundert Anhängern in Minsk.
Die Behörden haben jegliche Versammlung am Wahltag untersagt und gedroht, Personen, die gegen das Ergebnis protestieren, als Terroristen zu verfolgen. Massenproteste haben in den vergangenen zwei Jahren in den früheren Sowjetrepubliken Georgien, Ukraine und Kirgisien die Opposition an die Regierung gebracht. Lukaschenko hat insbesondere Ausländer davor gewarnt, Unruhe zu stiften. «Gott bewahre, dass einer von ihnen versuchen sollte, etwas in unserem Land anzustellen. Wir werden ihm sofort den Kopf abreißen», sagte der Präsident am Freitag laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Belta. (nz)

