netzeitung.deZeichner bereut Mohammed-Karikaturen nicht

 Herausgeber: netzeitung.de

Wie hier in Kabul demonstrierten zahlreiche Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wie hier in Kabul demonstrierten zahlreiche Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Trotz der enormen Protestwelle, die seine Zeichnung mit auslöste, bereut einer der Zeichner die Mohammed- Karikaturen nicht. Er habe auf den Zusammenhang von Islam und Terrorismus hinweisen wollen. Thema: Mohammed-Satire Kopfgeld auf dänischen Zeichner ausgesetzt Mordaufruf gegen dänischen Karikaturisten Solidarität mit «Tagesspiegel»-Karikaturist Karikaturisten schlagen zurück Zeichner stiften Preis für Meinungsfreiheit

Der dänische Zeichner Kurt Westergaard hat seine Karikatur des Propheten Mohammed trotz der jüngsten Morddrohungen verteidigt. Auf die Frage, ob er die Zeichnungen oder deren Veröffentlichung inzwischen bedauere, antwortete Westergaard in der schottischen Zeitung «The Herald» mit «Nein». Mit den Zeichnungen habe er zum Ausdruck bringen wollen, dass die «geistige Munition» für den Terrorismus aus dem Islam komme.

Seine Arbeit sei auch ein «Protest dagegen, dass wir bei der Meinungs- und Pressefreiheit vielleicht eine Doppelmoral haben werden». Allerdings habe er nicht erwartet, dass die Karikaturen so heftige Reaktionen auslösen würden, zitierte der «Herald» den Zeichner. Auf die Frage, ob er jemals wieder ein normales Leben führen könne, sagte der Karikaturist: «Ab und zu werfe ich einen Blick über die Schulter, aber ich vertraue auf den PET (den dänischen Geheimdienst). Ich hoffe es.»

Das Interview wurde nach Angaben der Zeitung schriftlich und über einen Mittelsmann geführt. Wegen der weltweiten Proteste, die die Zeichnungen ausgelöst hatten, hält sich Westergaard unter dem Schutz des dänischen Geheimdienstes an einem geheim gehaltenen Ort auf. (nz)