11.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyin Erdogan.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der türkische Ministerpräsident hat angeboten, im Konflikt um die Mohammed- Karikaturen zu vermitteln. Zugleich warf er den europäischen Medien Arroganz vor. Thema: Mohammed-Satire Dänemark zieht Diplomaten ab Tausende protestieren gegen Karikaturen Steinmeier und Gül verbreiten Toleranz-Appell Französische Botschaft in Teheran demoliert NZ-Forum: «Schnallt Eure Bombengürtel ab!»
Die Türkei will angesichts des heftigen Streits um die Mohammed- Karikaturen zwischen europäischen und islamischen Ländern vermitteln. «Die Türkei unterstützt alle aufrichtigen Bemühungen um einen bereichernden Dialog, um Versöhnung und Integration», schrieb Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs aller Länder, mit denen sein Land diplomatische Beziehungen unterhält. Darin heißt es weiter: «Es ist unser größtes Ziel, selbst einen einzigartigen Beitrag zu leisten, um das Menschheitsideal «Einheit in Vielfalt» zu erreichen.»
Erdogan bezeichnete die Spannungen in Folge des Karikaturen-Streits als «ohne Beispiel» in neuerer Zeit. Mit seiner Initiative verbinde er die Hoffnung, eine Eskalation zu verhindern.
Der türkische Premier kritisierte die Zeitungen, die die ursprünglich in Dänemark gedruckten Karikaturen veröffentlich hatten: «Für eine derartige kulturelle Arroganz, ganz gleich welcher Kultur, gibt es keine Rechtfertigung.» Von Moslems könne man nicht erwarten, dass sie «eine Beleidigung und Herabwürdigung des Propheten Mohammed» tolerieren. Erdogan rief die Muslime zu Friedlichkeit auf: «Jene, die in ihrer Bestürzung zu Gewalt greifen und jene, die zu Gewalt aufstacheln, untergraben ihre eigene Sache und verlieren ihre Rechtschaffenheit.» (nz)