Hintergrund: Prophet mit Sonderstellung
Mohammed, der Verkünder des Islams, gehörte zum Stamme der Kuraisch und wurde in der Stadt Mekka im heutigen Saudi-Arabien geboren. Er arbeitete unter seiner Frau Khadija, der eine Karawanserei gehörte. Nach islamischer Überlieferung soll ihm Gott im Alter von 40 Jahren die Verse des Koran offenbart haben. Zentraler Punkt der neuen Religion war der Glaube an den einzigen Gott, neben dem es keine anderen Götter oder Heiligen geben soll.
Mohammed fand zwar in Mekka einige Anhänger, die Mehrheit der Mächtigen wandte sich jedoch gegen ihn. Im Jahr 622 verließ er daher mit seiner Gemeinde die Stadt und zog ins benachbarte heutige Medina. Bis zu seinem Tod gelang es Mohammed, den Islam auf der Arabischen Halbinsel zu verbreiten und nach Syrien und Palästina zu tragen.
Er starb 632 und wurde in Medina bestattet. Über seinem Grab erhebt sich heute die zweitwichtigste Moschee des Islam. Knapp 1400 Jahre nach seiner Gründung ist der Islam die zweitgrößte der drei monotheistischen Religionen.
Muslime orientieren sich bis zum heutigen Tag an seinem Beispiel, wobei sie Berichte über sein Leben und seine Aussprüche zu Rate ziehen. In vielen Ländern wird der Geburtstag des Propheten («Mulid al-Nabi») gefeiert, was einige puritanische Muslime jedoch ablehnen. (nz)

