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Strafen für Mohammed-Schmähung gefordert

01. Feb 2006 09:49, ergänzt 11:46
Frauenproteste im Jemen
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Die in einer dänischen Zeitung abgedruckten Mohammed-Karikaturen sorgen weiter für Unmut in der arabischen Welt. Zahlreiche Außenminister der Arabischen Liga forderten Strafen wegen der Zeichnungen.

Die Entschuldigung der dänischen Zeitung «Jyllands Posten» zum Abdruck von Karikaturen über den Propheten Mohammed ist nicht überall angenommen worden. 17 Außenminister der Arabischen Liga verlangten in Tunis, dass der Vorfall bestraft wird.

Mehr in der Netzeitung:
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa demonstrierten am Mittwoch rund 80.000 Frauen gegen die Karikaturen und verbrannten dänische Fahnen. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie «Eine Beleidigung unseres Propheten ist eine Beleidigung für uns» und «Unterstützt den Islam durch den Boykott dänischer Produkte».

Dänen beschuldigen einheimische Muslime

In Dänemark macht die Mehrheit der Bevölkerung die im Land lebenden Muslime für die Eskalation verantwortlich. Die dänische islamische Glaubensgemeinschaft wiederum bezeichnete die Entschuldigung der Zeitung als unzureichend. Die Formulierungen seien nicht eindeutig und die Zeitung entschuldige sich nicht klar für die Beleidigungen.

Die Zeitung hatte sich am Montagabend auf ihrer Web-Site für die Karikaturen entschuldigt. Der Chefredakteur von «Jyllands-Posten», Carsten Juste, erklärte, die Zeichnungen hätten nicht gegen dänische Gesetze verstoßen, aber unzweifelhaft viele Muslime beleidigt. Bei ihnen wolle man sich entschuldigen.

Mitarbeiter von Jyllands Posten warten nach Bombendrohung vor dem Gebäude.
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Die Büros der «Jyllands Posten» waren am Dienstagabend nach einer Bombendrohung geräumt worden. Sprengsätze wurden jedoch nicht gefunden. Im Internet riefen irakische Aufständische zu Anschlägen in Dänemark und Norwegen auf.

Eine der Karikaturen zeigt Mohammed mit einem Turban in Gestalt einer Bombe samt brennender Zündschnur. Auf einer weiteren Zeichnung hat er ein Schwert in der Hand. «Jyllands-Posten» veröffentlichte sie bereits am 30. September, eine norwegische Zeitung druckte sie im Januar nach. Bereits seit Tagen gab es deswegen Proteste in mehreren islamischen Staaten. (nz)

 
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