31. Jan 2006 10:31
Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hat sich für die Verletzung religiöser Gefühle von Muslimen durch Mohammed-Karikaturen entschuldigt. Die Erklärung in Auszügen.
Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hat sich für die Kränkung religiöser Gefühle durch vor vier Monaten im Blatt veröffentlichte Karikaturen des Propheten Mohammed entschuldigt. Die Netzeitung dokumentiert die am Dienstag veröffentlichte Erklärung in Auszügen:«Geehrte Mitbürger in der muslimischen Welt!
Jyllands-Posten hat am 30. September die Vorstellung von zwölf Zeitungszeichnern darüber veröffentlicht, wie der Prophet Mohammed ausgesehen haben könnte. Dies geschah als Teil einer Debatte um die Meinungsfreiheit, die wir in Dänemark sehr hoch schätzen. Die zwölf Zeichnungen waren nach unserer Überzeugung ordentlich und nicht als Kränkung gedacht. Sie stellten keine Verletzung dänischer Gesetze dar, haben aber unabweislich viele Muslime gekränkt, wofür wir uns entschuldigen. (...)
Die Initiative mit den zwölf Zeichnungen ist - vielleicht auf Grund kulturell bedingter Missverständnisse - als Kampagne gegen Muslime in Dänemark und der ganzen Welt ausgelegt worden. Das muss ich kategorisch zurückweisen. (...) Jyllands-Posten distanziert sich von symbolischen Handlungen, die geeignet sind, bestimmte Nationalitäten, Religionen und Bevölkerungsgruppen zu dämonisieren.
Mit freundlichen Grüßen, Carsten Juste, Chefredakteur» (nz/dpa)