Regress bei Entführungen gefordert
27.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Auch zum Jemen lagen Reisewarnungen des österreichischen Außenministeriums vor. Bisher wurden die zum Teil erheblichen Kosten für die Befreiung von Geiseln stets aus der Staatskasse bezahlt.
Der außenpolitische Sprecher der konservativen Regierungspartei ÖVP, Michael Spindelegger, sagte, es müssten die Regressansprüche des Staats geprüft werden, wenn sich Reisende abseits gesicherter Routen im Ausland bewegten.
Schon heute werden in Österreich Personen, die etwa durch eigenes Verschulden in Bergnot geraten oder etwa von einer Lawine verschüttet werden, an den Bergungskosten beteiligt. Dies solle künftig auch für Entführungsopfer gelten, forderte der Fraktionsvorsitzende der Freiheitlichen Partei, Herbert Scheibner, im österreichischen Rundfunk ORF. (nz)

