19. Dez 2005 19:34, ergänzt 20:59
US-Präsident Bush hat die Medien seines Landes scharf dafür angegriffen, über geheime Lauschangriffe berichtet zu haben. Das schwäche die USA im Kampf gegen den Terrorismus.
Die Zeitung «New York Times» hatte über die umstrittenen Abhöraktionen des Geheimdienstes NSA berichtet. Bush hatte daraufhin 30 Lauschangriffe zugegeben. Der US-Präsident verteidigte die Lauschangriffe als notwendig. Sie seien nicht illegal und es werde sie auch künftig geben. Der Kampf gegen die Terrororganisation Al Qaeda erfordere «ein neues Denken und Handeln». Er werde die Abhöraktion fortsetzen, «solange das Land einem Feind gegenübersteht, der amerikanische Bürger umbringen will».
Auch Justizminister Alberto Gonzales wies die Kritik an den Lauschangriffen zurück und verwies auf Beschlüsse des Parlaments nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. «Nach unserer Auffassung schließt die Zustimmung des Kongresses zum Einsatz militärischer Mittel im Kampf gegen den Terror auch das Abhören ein», erläuterte Gonzales im Sender CBS die Position der Regierung. (nz)