Der Bericht löste am Freitag heftige Kritik an Bush aus. Der Vorsitzende des Justizausschusses im Senat, der Republikaner Arlen Specter, kündigte eine Anhörung zu dem Bericht an. «Es gibt keinen Zweifel daran, dass dies unangemessen ist», sagte Specter. Der angesehene Senator John McCain nannte den Bericht beunruhigend. Der demokratische Senator Edward Kennedy sagte: «Big Brother läuft Amok.» Auch die Amerikanische Bürgerrechtsunion äußerte sich bestürzt.Auch mehrere Regierungsmitarbeiter hatten gegenüber der Zeitung erhebliche Bedenken geäußert, ob der Präsidentenerlass mit dem verfassungsrechtlich garantierten Schutz der Privatsphäre vereinbar sei. Das Weiße Haus habe die Maßnahme damit gerechtfertigt, dass dies notwendig sei, um erfolgreich gegen Terroristen in den USA vorzugehen.
Dank der Abhöraktivitäten der NSA sei es gelungen, mehrere terroristische Verschwörungen aufzudecken. Beispielsweise sei ein Lastwagenfahrer aus Ohio überführt worden, der sich 2003 der Unterstützung für El Qaeda schuldig bekannte und die Brooklyn Bridge in New York zerstören wollte. (nz)