netzeitung.deIrans Präsident nennt Holocaust einen «Mythos»

 Herausgeber: netzeitung.de

Mahmud Ahmadinedschad (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mahmud Ahmadinedschad
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der iranische Staatspräsident Ahmadinedschad hat abermals gegen Israel gehetzt und seine Attacken verschärft. Er bezeichnete den Holocaust als Vorwand der Europäer, einen jüdischen Staat zu errichten.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat seine antiisraelischen Verbalattacken verschärft und den Holocaust als «Mythos» bezeichnet, den Europäer als «Vorwand» genutzt hätten, um mitten in der islamischden Welt einen jüdischen Staat zu schaffen. «Sie haben im Namen des Holocaust einen Mythos geschaffen und schätzen diesen höher als Gott, die Religion und die Propheten», sagte der iranische Staatschef.

Es seien die Europäer gewesen, die Verbrechen gegen die Juden begangen hätten, und deswegen sollten sie, die USA oder Kanada den Juden für die Errichtung eines Staates einen Teil ihres Territoriums abtreten. «Statt das Hauptproblem [die israelischen Angriffe in Palästina] zu thematisieren, widmet sich der Westen dem Märchen vom Massaker an den Juden», sagte Ahmadinedschad am Mittwoch in einer Rede in der Stadt Zahedan im Südosten Irans, die der Nachrichtensender Khabar direkt übertrug.

Der als ultrakonservativ geltende iranische Präsident hatte in der vergangenen Woche das Ausmaß des Holocaust bestritten und die Verlagerung des jüdischen Staates nach Europa, etwa in Teile Deutschlands und Österreichs, vorgeschlagen. Bereits Ende Oktober hatte er gefordert, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden. Ahmadinedschads Äußerungen hatten weltweit Empörung ausgelöst. (nz)