netzeitung.deProteste in London gegen Irakeinsatz

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Demonstration in London gegen den Irakeinsatz (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Demonstration in London gegen den Irakeinsatz
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In London haben Tausende gegen die Irakpolitik ihrer Regierung demonstriert. In Washington gab es Porteste direkt am Weißen Haus.

Tausende von Kriegsgegnern haben am Samstag in London und Washington gegen die amerikanische und britische Irakpolitik demonstriert. Die Kundgebung in London wurde nach Angaben der Veranstalter bewusst auf den Vorabend des Parteitages der Labour Party von Premierminister Tony Blair gelegt.

Tausende demonstrierten in London gegen die Irakpolitik Blairs. Die Kundgebung wurde von der Organisation Stop The War Coalition veranstaltet. Deren Sprecher Lindsey German sagte, die jüngsten Zwischenfälle in Basra zeigten die Notwendigkeit eines sofortigen Rückzugs. «Genug ist genug. Es ist für das britische Volk wieder einmal an der Zeit, auf die Straße zu gehen und sicher zu stellen, dass wir diesmal nicht ignoriert werden», sagte German.

Die Vorsitzende der Gruppe Campaign for Nuclear Disarmament, Kate Hudson, sagte, der Zeitpunkt der Kundgebung am Vorabend des Parteitags von Blairs Labour-Partei sei so gewählt worden, «um eine starke Botschaft über die Art der Außenpolitik zu senden, die diese Partei machen sollte». Der Labour-Parteitag beginnt am Sonntag in Brighton.

In Washington hatten Antikriegsgruppen zu einem Tag des Protests und des Gedenkens an die Toten aufgerufen. Zu Beginn der Veranstaltung versammelten sich ebenfals tausende Menschen.

Die Demonstranten, die aus dem ganzen Land nach Washington gekommen waren, zogen mit Plakaten und aus Plastikeimern gebastelten Trommeln direkt am Weißen Haus vorbei.

Ähnliche Veranstaltungen waren in Los Angeles, San Francisco, Seattle, Florenz, Rom, Paris und Madrid geplant. Die Veranstalter in Washington sagte der nationale Koordinator der Organisation «Answer»: «Wir glauben, wir sind an einem Wendepunkt, an dem die Antikriegsstimmung nun die Mehrheitsstimmung sein wird».

Kleinere Gegendemonstration
Beim Marinedenkmal in Washington formierten sich einige hundert Menschen zu einer Gegendemonstration unter dem Motto «Unterstützt unsere Truppen». Sie lobten Präsident Bush für den Anti-Terroreinsatz und sprachen ihm volles Vertrauen aus. (nz)