«Weg mit dem Müll» - Simbabwe verjagt Arme und Obdachlose: 

netzeitung.deSimbabwe vertreibt Menschen aus Elendsviertel

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Simbabwes radikaler Präsident Robert Mugabe. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Simbabwes radikaler Präsident Robert Mugabe.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Operation Murambatsvina» (Weg mit dem Müll) heißt die Kampagne, mit der die Regierung von Robert Mugabe gegen Arme und Obdachlose vorgeht. Auch ein Flüchtlingslager wurde aufgelöst, die Menschen verjagt.

Trotz Protesten der Vereinten Nationen setzt die Regierung in Simbabwe ihre Kampagne gegen Menschen aus Elendsvierteln fort. Nach der Zerstörung mehrerer Siedlungen in der Hauptstadt Harare waren tausende Obdachlose in einem Flüchtlingslager untergekommen. Dies wurde laut Amnesty International jetzt aufgelöst. Ein aus dem Land geschmuggeltes Video zeige, wie die Menschen ohne Schutz und Versorgung am Stadtrand ausgesetzt worden seien, berichtete die
Menschenrechtsorganisation am Wochenende.

Die Heimatlosen vegetierten nun unter Plastikplanen oder Betttüchern vor sich hin. Amnesty fürchtet, es handele sich nicht um einen Einzelfall. Die Organisation appellierte an die autoritäre Regierung von Präsident Robert Mugabe, Hilfsorganisationen Zugang zu den Menschen zu gewähren. «Wenn die Opfer dieser Operationen erst über das ganze Land verteilt sind, kann man ihnen viel schwieriger helfen», sagte Amnesty-Sprecherin Audrey Gaughran, die im Juli und August die Lage in Simbabwe überprüft hat.

Einem UN-Bericht zufolge hat die simbabwische Regierung in diesem Sommer mit ihrer «Operation Murambatsvina» (Weg mit dem Müll) rund 2,4 Millionen Menschen obdach- und arbeitslos gemacht. (nz)