Flugzeugabsturz bei Athen: Fast alle Opfer geborgen: 

netzeitung.deFast alle Opfer aus Unglücksmaschine geborgen

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Warten am Flughafen auf ankommende Passagiere aus Griechenland (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Warten am Flughafen auf ankommende Passagiere aus Griechenland
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Suche nach den Opfern des Flugzeugabsturzes in Griechenland geht weiter. Einige von ihnen wurden unterdessen zur Identifizierung nach Athen gebracht.

Die griechischen Rettungsmannschaften haben bis zum Montagmorgen 112 Leichen der insgesamt 121 Insassen der am Sonntag nahe Athen abgestürzten Maschine der zyprischen Charterfluggesellschaft Helios Airways geborgen. Die Räumung wurde Medienberichten zufolge besonders dadurch erschwert, dass viele Leichen unter dem Rumpf der am Sonntag abgestürzten Maschine liegen.

Zuvor war berichtet worden, dass alle 121 Leichen geborgen worden seien. Bei dieser größten Flugzeugkatastrophe in der Geschichte des Landes gab es keine Überlebenden. Unklar war bis in die frühen Morgenstunden die Nationalität der Insassen. Es wird jedoch vermutet, dass die meisten Passagiere griechische Zyprer waren. Darunter sollen auch mehrere Kinder sein, die Mitglieder einer Fußballschule aus der Hafenstadt Limassol waren.

Während des Fluges von Larnaka nach Athen war ersten Berichten zufolge die Klimaanlage ausgefallen und der Sauerstoff ausgegangen. Die Piloten seien bewusstlos geworden. Nachdem der Treibstoff verbraucht war, stürzte die Boeing 737-300 in eine felsige Hügellandschaft rund zehn Kilometer nordöstlich des Athener Flughafens. Sofort nach dem Absturz gab es Spekulationen über Sicherheitsmängel. Die Airline wies diese zurück.

Identifizierung läuft
«Nach unserer Erkenntnis ist etwas im Flugzeug geschehen, wobei die Piloten das Bewusstsein verloren, und keiner im Flugzeug konnte uns etwas sagen», erläuterte der zyprische Verkehrsminister Haris Thrassou. Die endgültige Klärung der Unfallursache wird erst von der Auswertung der Flugschreiber in rund zwei Wochen erwartet. Die so genannte Black Box wurde wenige Stunden nach der Katastrophe gefunden. Auch der griechische Regierungssprecher schloss sich dieser Ansicht an und fügte hinzu, dass es keine Hinweise auf einen Terrorakt oder eine Entführung gebe.

Ein Teil der Verwandten der Opfer wurden in der Nacht mit einer Sondermaschine nach Athen gebracht. Weitere Angehörige wurden am Montagvormittag in Athen erwartet. In einer Halle nahe der Hauptstadt sollten Gerichtsmediziner und Verwandte die Leichen identifizieren. (nz)