netzeitung.deIran will Atomanlage Isfahan «mit oder ohne» IAEO wieder in Betrieb nehmen

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Atomanlage Isfahan (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Atomanlage Isfahan
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Noch vor einer Dringlichkeitssitzung der Internationalen Atomenergiebehörde will Iran die Atomanlage Isfahan wieder in Gang setzen. Das kommissarische Außenministerium drängte zur Eile.

Der außenpolitische Ausschuss des iranischen Parlaments hat sich für eine schnelle Wiederaufnahme der Uranverarbeitung ausgesprochen. Die Atomanlage von Isfahan sollte bis Montagabend, noch vor einer Dringlichkeitssitzung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in Wien, ihren Betrieb wieder aufnehmen, sagte der Sprecher des Ausschusses, Kasem Dschalali, am Sonntag der Nachrichtenagentur Isna.

Der Beschluss des Parlamentsausschusses sei Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad übermittelt worden. Der Ausschuss führt bis zur Bildung der neuen Regierung in etwa zwei Wochen die Geschäfte des Außenministeriums.

Die iranische Regierung fürchtet, dass sich die IAEO am Dienstag Entscheidungen zur Atomanlage Isfahan fällen könnte, die den Plänen Irans entgegen stehen. Nach iranischer Auffassung ist die Anlage, in der Uran in das gasförmige Uranhexafluorid umgewandelt wird, nicht von dem seit Ende 2004 geltenden Stopp für Urananreicherung betroffen.

Dschalali forderte, die Arbeit in Isfahan müsse «mit oder ohne» die Anwesenheit von IAEO-Inspektoren wieder beginnen. Die IAEO spiele gemeinsam mit der Europäischen Union auf Zeit. Die EU hatte der Regierung in Teheran am Freitag eine enge Kooperation bei Handelsfragen und der friedlichen Nutzung der Kernenergie angeboten, sollte Iran auf die Urananreicherung dauerhaft verzichten. Die Antwort lautete, das Angebot sei «inakzeptabel». (nz)