Rettung russischer U-Boot-Männer ein Wettlauf mit der Zeit:
Widersprüche bei Rettungsaktion für U-Boot
Zu dem Drama gehörten auch widersprüchliche Aussagen darüber, wie lange der Sauerstoffvorrat in dem Mini-U-Boot ausreichen könnte. Fjodorow sagte, bis Montag, andere Offiziere sprachen von nur 24 Stunden.
Die russische Marine bat - anders als bei dem Untergang des Atom-U-Boots «Kursk» vor fast genau fünf Jahren - umgehend die USA, Großbritannien und Japan um Hilfe. Alle drei Länder leiteten Hilfsaktionen ein; ein britisches Transportflugzeug mit einem Bergungs-U-Boot sollte am Samstag als erstes am Unglücksort, der sibirischen Halbinsel Kamtschatka, eintreffen.
Wie es dem Bergungsschiff gelungen sein soll, ein Abschlepptau mit dem in einem Fischernetz gefangenen Mini-U-Boot zu verbinden, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Auch inwieweit die Rettung gesichert sei, war zunächst nicht klar. In 190 Metern Tiefe konnte das Mini-U-Boot nicht von Tauchern erreicht werden und auch der Besatzung war es nicht möglich, einfach auszusteigen und nach oben
zu schwimmen. Sollte es gelingen, das Mini-U-Boot zu heben, könnten Taucher einen Bergungsversuch übernehmen. (nz)

